The Secret – Warum es bei dir vielleicht nicht funktioniert

Nun sitze ich hier und schreibe zum Dritten Mal über mein absolutes Lieblingsbuch: The Secret. Du fragst dich jetzt vielleicht, was um Himmels Willen man dreimal über ein Buch schreiben kann. Wenn du dir diese Frage tatsächlich stellst, dann kennst du The Secret wahrscheinlich noch nicht oder hast dir vorab schon deine Meinung darüber gebildet, ohne es je gelesen zu haben. Vielleicht hast du es aber auch gelesen und glaubst daran, auch wenn es bei dir noch nicht so richtig klappen will, mit dem Wünschen und dem Erreichen deiner Ziele.

Auf Facebook gibt es einige Communities zu The Secret, dem Buch und dem Film. Hier tauschen sich Menschen aus, stellen Fragen, erzählen von ihren Erfahrungen usw.

Ich habe das Buch vor vielen Jahren gelesen und es hat sich dadurch einiges für mich verändert. Plötzlich ging alles viel leichter und es taten sich Chancen auf, die ich nie für möglich gehalten hätte. Ich durfte plötzlich eine Weiterbildung machen, völlig kostenfrei und ständig fand ich Geld. Es waren kleine Beiträge, aber auf die verrückteste Art und Weise. Eines Tages ging ich wieder einmal zu Fuß zur Arbeit und hatte davor ein paar Seiten aus dem Buch gelesen. Ich fühlte mich inspiriert und motiviert und ging mit dem Gedanken „Geld fliegt mir zu“ und plötzlich fliegt mir Geld zu. Ohne Witz, der Wind hat mir 40 Euro (2×20 Euro) direkt zugeweht. Dafür musste ich sie noch nicht einmal vom Boden aufheben, sondern lediglich schnell meine Hände zusammenschlagen. Ab diesem Zeitpunkt war auch immer ein Parkplatz frei. Damals wohnte ich noch in Wien, da war es immer schwer einen Parkplatz zu bekommen.

Und dann funktionierte plötzlich nichts mehr. Noch nicht einmal einen freien Parkplatz konnte ich mir erfolgreich wünschen. Es kamen Zweifel auf. Zweifel an mir, Zweifel an The Secret, Zweifel an allem. Dann fühlte ich mich noch schlechter, weil ich nicht verstanden hatte, warum es bei mir nicht funktioniert bzw. nur eine gewisse Zeit lang funktioniert hatte.

Dann sah ich mir den Film an und war wieder total motiviert. Und wieder klappte es für eine Zeit lang und dann wieder nicht mehr. Ähnlich erging es mir dann auch mit The Magic, dem nachfolgendem Werk von Rhonda Byrne.

Heute weiß ich natürlich, warum das erfolgreiche Wünschen immer nur für ein paar Tage oder Wochen funktionierte. Und ich weiß, dass ich nicht die Einzige bin, bei der es mal sehr gut und dann wieder gar nicht geklappt hat. In den Facebook Gruppen kommen ständig Fragen auf und deshalb möchte ich mich heute auch diesen Fragen widmen. Auf Instagram wollte ich von euch wissen, welche Fragen euch zu diesem Thema beschäftigen. Tatsächlich war die häufigste Nachricht:

  • Warum klappt es nur bei Kleinigkeiten,
    wie etwa einem Parkplatz
  • Warum fühle ich mich so ausgelaugt,
    wenn ich ein paar Tage positiv denke
  • Ich versuche dankbar zu sein, aber ich fühle es nicht,
    weil es immer die gleichen Dinge sind
  • Ich weiß, was ich mir wünsche, aber ich komme
    nicht in den Fülle-Gedanken, sondern bin eher traurig
  • Es klappt, aber immer nur für kurze Zeit

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  • Es klappt nur bei Kleinigkeiten

Was tust du, wenn du dir Kleinigkeiten wünscht? Wenn du dir einen Parkplatz wünschst, äußerst du dann den Wunsch und lässt ihn wieder los? Denkst du vielleicht gar nicht mehr daran, bis es soweit ist, dass du ihn tatsächlich brauchst? Kannst du dir vorstellen, wie du einen freien Parkplatz entdeckst und einparkst? Solche Kleinigkeiten haben wir dutzende oder vielleicht sogar hunderte Male erlebt und wissen deshalb, wie es aussieht und wie es sich anfühlt. Bei den großen Dingen wird es da schon schwieriger. Aber es klappt ebenso, wenn du es dir vorstellst, in ein Gefühl von Fülle und Freude kommst und den Wunsch frei lässt.

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  • Warum fühle ich mich so ausgelaugt, wenn ich ein paar Tage positiv denke

Das kann passieren, wenn du die negativen Gedanken einfach nur überlagerst und das ganze zwanghaft machst. Finde erst einmal heraus, welche Gedanken du für gewöhnlich hast. Schieb die negativen Gedanken nicht einfach weg, sondern notiere dir gerne einmal, welche Gedanken das sind. Wie ist die Kommunikation mit dir selbst? Denkst du oft, dass du nicht klug genug bist, nicht schön genug bist, nicht interessant genug bist, etc.? Kannst du dir vorstellen, wie Nerven- und Kraftaufwendig das für deinen ganzen Organismus sein muss, wenn du mal so, mal so denkst? Suche dir zu deinen Negativ-Gedanken Umkehrungen. Wenn du also denkst „Ach, ich bin echt zu blöd“, dann schwäche das erst einmal ab, indem du dich nicht in diesen Gedanken hineinsteigerst und auch noch durch Gefühle intensivierst. Wenn der Gedanke aufkommt, dann sag STOP. Okay, jetzt war der Gedanke da, aber er darf wieder gehen. „Ich lasse diesen Gedanken jetzt los. In Wahrheit weiß ich, dass ich klug bin und für alles eine Lösung habe“. Kleiner Tipp: Wenn du so oft wie möglich etwas tust, dass dir Freude bereitet, dann bist du schon in einer ganz anderen Grund-Energie! Du kannst also mehr Dinge tun, die dir Freude bereiten oder versuchen, die Dinge die du zu tun hast, mit mehr Freude auszuführen.

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  • Ich versuche dankbar zu sein, aber ich fühle es nicht, weil es immer die gleichen Dinge sind

Tatsächlich habe ich in vielen Foren und FB Communities gemerkt, dass es mit der Dankbarkeit einige schwer haben. Den Einstieg würde ich immer so empfehlen, dass du beginnst mit den offensichtlichen Dingen, zB.:

-ich habe ein Dach über dem Kopf
-ich habe immer genug zu essen
-ich habe ein bequemes Bett
-ich lebe in einem Land, indem ich mich frei entfalten darf
-ich bin gesund

Intensiver wird es, wenn du mehr auf etwas eingehst, zB.:

-ich bin dankbar, dass ich heute so gut geschlafen habe
-ich bin dankbar für meinen Frühstückskaffee
-ich bin dankbar für meinen Job, weil ich ihn gerne mache

Wenn du deinen Job nicht gerne machst, dann bist du vielleicht dankbar, weil du dir damit deinen Lifestyle finanzieren kannst. Vielleicht hast du heute einen Sonnenaufgang gesehen und bist dafür dankbar. Schreibe einfach im zweiten Lauf aktuelle Dinge auf, für die du dankbar bist.

Wenn du es an Tag 3 nur noch aufsagst, ohne wirkliche Dankbarkeit, weil es immer dieselben Dinge sind, dann ändere das. Wenn du immer das gleiche tust, wie soll sich dann etwas ändern. Führe kleine Änderungen herbei, denn das gibt dir ganz andere Chancen auf neue Erfahrungen. Kleine Veränderungen können zum Beispiel der Weg zur Arbeit sein: zu Fuß, mit dem Rad, mit Bus/Bahn, mit dem Auto, eine andere Strecke… Überlege dir einmal, wie du dich heute belohnen könntest. Mit einem guten Essen vielleicht? Mit einer Sporteinheit? Mit einem Treffen mit deiner besten Freundin? Mit einem Strauß Blumen?

Auch kleine Rituale der Achtsamkeit können eine Veränderung bringen. Wenn du dich fünf Minuten hinsetzt und nur einmal einen Blick in die Natur wirfst, darauf achtest was du alles wahrnimmst, welche Farben, welche Formen, dann wirst du auch etwas sehen, dass dir so vielleicht gar nicht aufgefallen wäre. Das kannst du im Übrigen auch mit Hören, Fühlen, Schmecken, Riechen machen.

Wenn du also für etwas Neues dankbar sein willst, dann mache etwas neu.

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  • Ich weiß, was ich mir wünsche, aber ich komme nicht in den Fülle-Gedanken, sondern bin eher traurig

Auch hier gilt: Komme zuerst in den Fülle-Gedanken indem du Dinge tust, die dir Freude bereiten. In diesem Zustand kannst du erfolgreicher wünschen. Gehe mit deinem Gefühl in die Vorstellung, in deine Vision, nicht in den Mangel.

Beispiel: Eine Frau möchte seit ihrer Kindheit Schriftstellerin werden.

Schritt 1: Wunsch umformulieren von „Ich möchte Schriftstellerin werden“ zu „Ich möchte Schriftstellerin sein“. Schritt 2: Etwas tun, was Freude macht (in diesem Fall am besten schreiben). Schritt 3: Vorstellen, wie man ein Buch fertig gestellt hat, wie man es an die Verlage sendet, wie man eine Zusage erhält, wie es im Buchhandel erhältlich ist… Schritt 4: Wie fühlt es sich an, ein Buch fertig zu stellen? Wie fühlt es sich an, eine Zusage zu erhalten? Wie fühlt es sich an, wenn du dein Buch zum Ersten Mal im Buchhandel entdeckst? Schritt 5: Die Vision als Motivator nutzen und ins Handeln kommen Schritt 6: Dich täglich damit beschäftigen (zB. 30 Minuten ungestört schreiben oder Schreibübungen als Morgenritual) Schritt 7: Dir die Erlaubnis geben, diesen Traum zu leben und dich dafür entscheiden.

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  • Es klappt, aber immer nur für kurze Zeit

So war es bei mir und ich habe immer erst zu spät gemerkt, dass ich mit den Übungen aufgehört habe oder schlimmer noch, dass ich wieder mehr Zeit aufgewendet habe für Dinge die mir keine Freude bereiten, mich sogar stressen. Der Stress wurde mehr und mehr und die Freude immer kleiner. So kann das nicht klappen, deshalb habe ich angefangen ein Morgenritual und Abendritual zu kreieren, dass mir viel Freude macht. Selbst an Tagen, an denen ich keinen Kontakt zu Familie oder Freunden hätte, habe auf jeden Fall etwas, dass mich zum Lächeln bringt – meine eigenen Rituale. Mein Morgenritual besteht unter anderem aus Trampolinspringen und Hula Hoop. Mein Abendritual besteht aus Tanzen. Außerdem schaue ich mir gerne Filme an, die mich zum Lachen bringen.

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Hast du auch eine Frage oder eine Erfahrung mit THE SECRET, die du mit mir teilen willst?

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6 Comments

  • Jana sagt:

    Ich kenne dieses Buch schon seit vielen Jahren, allerdings nur vom Cover her. Reingeguckt habe ich noch nie und wusste mit “The Secret” auch bisher nichts anzufangen! Es geh also um positive Gedanken und Wünsche! Ich wüsste schon, was ich mir wünsche, aber das fliegt mir leider nicht zu!

    Liebe Grüße
    Jana

    • Tina sagt:

      Hallo Jana,
      im Buch geht es auch nicht darum, dass dir etwas zufliegt. Vielmehr geht es darum, dass du deine Gedanken so ausrichtest, dass du dein Handeln auch immer mehr darauf ausrichtest.
      LG, Tina

  • Julia sagt:

    Hallo,

    sehr interessant und ja erst dachte ich warum 3-mal. Aber ich habe das gerne gelesen und auch mal nachgedacht und das stimmt auch. Sei positiv erfreut über was Kleines. Auch wenn es ein Lächeln ist.

    Meine Frage, wie komme ich wieder auf das positive zurück wenn ein paar Sachen hintereinander schief geht? Die Stimmung ist ja dann unten.

    Liebe Grüße
    Julia

    • Tina sagt:

      Hallo Julia,

      wenn einiges schief gegangen ist, dann gehe in dich. Vielleicht findest du die Gründe dafür, warum etwas schief gegangen ist.
      Und dann lass das los. Es ist schief gegangen, das kann passieren. Aber jetzt ist es nunmal so. Dann lenke deinen Fokus auf all das, was schon gut gegangen ist.
      Du kannst mit Dankbarkeit anfangen. Ich weiß, manchmal fällt es schwer, aber wenn du einmal beginnst mit:

      – Ich bin dankbar dafür, dass ich heute morgen aufgewacht bin
      – Ich bin dankbar dafür, dass ich heute so ein leckeres Frühstück hatte (die Zeit hatte zu frühstücken, mir ein Frühstück leisten kann…)
      – Ich bin dankbar für meine Gesundheit, Familie, Arbeit…

      Such dir jeden Tag 20 Dinge, Situationen oder Menschen für die du dankbar bist. Am besten verbindest du dieses Ritual mit Sport oder nach einer Tanz-Session.
      Du wirst sehen, dass dich das wieder mehr in die Positivät bringt und danach auch wieder viel mehr klappt.

      Liebe Grüße,
      Tina

  • Ute sagt:

    Hallo,
    Das Buch ist mir nicht bekannt. Aus deinen Erläuterungen habe ich entnommen, dass es um die Kraft der Gedanken und die eigene Willenskraft geht. Tja wenn es doch so einfach wäre, allerdings glaube ich auch, dass die innere Einstellung für Erfolg und Glück immens wichtig ist. Und sich dies immer mal wieder vor Augen zu halten, kann nicht schaden.
    Lg Ute reist

    • Tina sagt:

      Einfach ist es nicht, aber ein Anfang für den man sich entscheiden kann. Es geht im Buch nicht darum, dass dir etwas zufliegt oder alles im Leben super easy ist.
      Es geht vielmehr darum, wie du deine Gedanken ausrichten kannst, um immer mehr so ins Handeln zu kommen, wie es für dich förderlich ist.
      Man muss auch nicht immer positiv sein. Wenn mal etwas nicht geklappt hat oder man eine Krise zu bewältigen hat, dann darf man auch seinen destruktiven Gefühlen freien Lauf lassen.
      Die Frage ist nur, wie lange man in diesem Zustand verharrt und ob man nicht doch lieber das Geschehene loslässt und sich neu fokussiert.
      Wie gesagt, einfach ist es nicht, aber wenn es so einfach wäre, wäre es auch nicht so effizient ;)

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