Was bei Stress wirklich hilft / Teil I: Zeitmanagement

Was bei Stress wirklich hilft wird hier auf dem Blog eine Serie werden. An dieser Stelle möchte ich aber gleich darauf hinweisen, dass ich keine Ärztin bin und auch sonst keinen Beruf habe, der sich mit den gesundheitlichen Auswirkungen von Stress beschäftigt.

Das Thema liegt mir persönlich aber sehr am Herzen, ich habe meine eigenen Erfahrungen mit langanhaltenden Stress gemacht, unzählige Bücher gelesen, Recherchen getätigt, mit Fachleuten diskutiert und vieles ausprobiert.

Dauerhaftes Stressempfinden ist nicht gesund und kann schlimme Folgen haben. Das ist längst kein Geheimnis mehr.

.

.

Was können wir also dagegen tun, um den Stress zu reduzieren?

Das Thema ist viel zu umfangreich, um es in einem Beitrag durchzukauen und wenn du jemand bist, der ständig unter Anspannung steht, wird ein einziger Beitrag auch nichts ändern. Was in diesem Fall nämlich zu tun ist, ist eine Lebensumstellung.

Ich werde, wie bereits erwähnt, einige Beiträge zu diesem Thema schreiben und zwar über die Zusammenhänge mit Ernährung, Bewegung, Entspannung uvm. Du kannst die Tipps gerne umsetzen und schauen, was sich dadurch bei dir verändert.

Heute will ich mich dem Thema Stress & Zeitmanagement widmen. Durch ein miserables Zeitmanagement entsteht nämlich Chaos = Chaos im Kopf = Überforderung = Stress!

Um das zu vermeiden ist es wichtig den Tag einmal genauer durchzuplanen. Es klingt immer so nach Freiheit, wenn jemand davon spricht, dass er einfach so in den Tag hinein lebt. Alles auf sich zukommen zu lassen klingt sehr einfach, ist es aber nicht. Ich glaube, dass nur wenige Menschen für diesen Lifestyle geeignet sind.

Schreib dir mal alles auf, was du in der Woche zu tun hast. Am besten du beginnst du beginnst mit den Aktivitäten, die jede Woche einzuplanen sind (zB. Einkauf, Haushalt…) und widmest dich dann erst den Aufgaben, die aktuell wichtig sind. Wenn du es schwarz auf weiß hast, wirst du einen ganz anderen Bezug dazu haben, denn hier fällt dir vielleicht auf, was du anders machen kannst.

  • Klingt das alles vielleicht nach mehr, als es eigentlich ist?
  • Kannst du einige Dinge/Aktivitäten zusammenlegen, weil sie zB. auf der gleichen Strecke liegen?
  • Ist wirklich alles davon so wichtig, oder kannst du einiges davon abgeben oder sogar von der Liste streichen?

Überleg doch einmal, wofür du gerne mehr Zeit hättest? Gibt es etwas, dass du gerne machen möchtest, aber dir die Zeit dafür fehlt? Würdest du vielleicht gerne mehr Sport machen, öfter ein gutes Buch lesen oder einfach nur mehr entspannen?

.

Wir denken viel zu oft problemorientiert. Das sollten wir unbedingt ändern und mehr lösungsorientiert denken. Hier ein paar Beispiele:

.

Du möchtest mehr Sport machen:

  • Früher aufstehen, eine Runde laufen, Sonnenaufgang und die morgendliche Stille genießen
  • Zu Fuß gehen oder mit dem Rad in die Arbeit fahren
  • Öfter die Treppe anstelle des Lifts nehmen
  • Freunde mal im Motorikpark oder zum Sport treffen, anstatt im Kaffeehaus
  • Familienausflüge, wo man wandern kann

.

Öfter ein gutes Buch lesen:

  • Abends vor dem Schlafen gehen in einem guten Buch lesen, anstatt den Fernseher einzuschalten. Ist auch besser als das Blaulicht und zwar für die Psyche, die Augen und die Haut.
  • In der Mittagspause auf einer Parkbank ein paar Seiten lesen und dabei ein paar Sonnenstrahlen erhaschen.
  • In der U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit oder von der Arbeit nach Hause. Das finden viele Menschen langweilig, dabei lässt sich gerade diese Zeit so gut nutzen.

.

Mehr entspannen:

  • Öfter lesen oder Sport machen, beides ist entspannend!
  • Morgens eine energetische Gesichtsmassage (mit den Handflächen über das Gesicht streichen, mit den Fingern von der Innenseite nach außen streichen, insbesondere auf der Stirn, bei den Schläfen und um die Augen herum ist das sehr entspannend). Du kannst dabei auch deine Pflegeprodukte einmassieren.
  • Abends 20 Minuten meditieren.
  • Schaumbad nehmen, mit Aromaölen und Kerzen-Deko
  • ½ oder 1 Stunde Yoga, Qi Gong, autogenes Training, Jacobsen oder einfach nichts tun
  • Atemübungen ( 10 Atemzüge! Ausatmen durch den Mund, Einatmen durch die Nase. Atem beobachten und vorstellen, wie bei jedem Ausatmen Stress und Blockaden den Körper verlassen und bei jedem Einatmen positive, entspannende Energie aufgenommen wird)
  • Achtsamkeitsübungen im Büro, bei der Bushaltestelle… einfach nur mal darauf achten, was du siehst ODER hörst. All die Farben oder all die Geräusche. Bei mir funktioniert es am besten mit dem Hören. Ich höre auf alle Geräusche ohne zu bewerten. Dann versuche ich in die Stille hinter den Geräuschen zu hören. Das entspannt ziemlich schnell.
  • Mehr Liebe ins Leben bringen! Damit meine ich nicht zwangsläufig Beziehungen, sondern einfach mehr Freude und Liebe für alles was so zu tun ist. Wie oft stehen wir in der Küche und kochen oder putzen die Wohnung, obwohl wir gerade überhaupt keine Lust darauf haben. Wir sollten nicht immer alles so ernst nehmen und als Verpflichtung sehen. Mit guter Musik, dazu singen und tanzen und gleichzeitig zu kochen oder zu putzen macht viel mehr Spaß und dadurch ist es auch entspannender.

.

Das klingt alles ganz logisch und einfach. Wenn der Stresslevel aber erst einmal erreicht ist, dann ist man oft nicht im Stande logisch zu denken und man sieht nicht mehr, wie man Freude und Leichtigkeit in seinen Alltag bringt, sondern nur noch Aufgaben, Verantwortung und MÜSSEN.

Notiere dir für deinen Zeitmanagement Plan alle Stunden, die du für Schlafen, Entspannung, Arbeit (Beruf, Haushalt), Hobbies, Sport, soziale Kontakte investierst.

Wo sollten es deiner Meinung nach noch mehr Stunden sein und in welchem Bereich weniger? Versuche ohne darüber zu urteilen einen genauen Blick darauf zu werfen. Es werden sich Lösungen finden.

Du kannst hier auch mit Affirmationen arbeiten. Morgens, wenn du aus dem Bett steigst, einfach mal durchstrecken, lächeln und laut (oder in Gedanken) sagen „Ich entscheide mich für ein Leben in Leichtigkeit“. Eine tolle Methode ist es auch dein Gesicht mit kaltem Wasser zu waschen, dich lächelnd im Spiegel anzuschauen und zu sagen „Der heutige Tag wird richtig geil. Ich bin offen für die kleinen und großen Wunder.“ Du kannst die Sätze gerne ein paar Mal wiederholen.

.

Zeitmanagement, der erste und vielleicht wichtigste Tipp, wie du dein Leben entstressen kannst.

.

2 Comments

  • Ich habe Yoga für mich entdeckt. Am Morgen einige Minuten entspannt mich und es reduziert mein Stress. Liebe Grüße Claudia

    • Tina sagt:

      Ach, ich liebe Yoga, es ist so gut für den Körper und hilft wirklich erstaunlich gegen Stress.
      Ja, manchmal braucht man gar nicht so ein langes Programm durchziehen und es reichen auch ein paar Minuten.
      Finde es toll, dass du es so konsequent machst ;)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.