Selbstständigkeit und AUSZEIT!

Es gibt so einige Fragen, die sich Selbstständige stellen und die so manch einen davon beunruhigen. Häufig sind das die Fragen:

„Was, wenn ich krank bin?“
„Was, wenn ich dringend einen Urlaub BRAUCHE?“
„Was tun, wenn ich eine Schreibblockade habe, mich ausgebrannt fühle?“

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Im Angestelltenverhältnis ist das recht einfach, zwar nicht angenehm (hängt immer von den Kollegen und Vorgesetzten ab), aber einfach. Bist du krank, bleibst du Zuhause, kurierst dich aus und bekommst trotzdem dein Geld. Bist du als Selbstständige krank machst du deine Arbeit trotzdem oder es gehen dir Aufträge und Geld verloren. Gleiches gilt für den Urlaub. Gerade in den Anfangsjahren der Selbstständigkeit, wenn du noch dabei bist dir alles aufzubauen und so viel mehr arbeitetst, als du Geld dafür bekommst, ist ein Urlaub etwas, dass du wahrscheinlich dringend brauchst, du dir aus Angst vor Verlusten aber vielleicht nicht gönnst.

Was dabei heraus kommt ist Stress. Bei uns Schreiberlingen kann so etwas zu einer unangenehmen und teils existenzbedrohenden Schreibblockade führen. Aber nicht nur Schreiberlinge haben so eine Blockade. Viele Unternehmer muten sich zuviel zu und sind dann irgendwann soweit, dass sie keinen klaren Gedanken mehr fassen können, immer unsicherer und völlig unkonzentriert werden. Das ist einer der vielen Gründe, warum in den ersten drei Jahren viele Selbstständige wieder ins Angestelltenverhältnis wechseln.

Auch wenn dieser Beitrag den Anschein macht, dass Selbstständigkeit ein Nachteil ist, so möchte ich jetzt zu einer großen Wendung kommen, denn dass, was uns Selbstständige soweit bringt ist nur eine völlig falsche Sichtweise.

Denk immer erst an dich und dein Wohlbefinden und dann erst an dein Unternehmen. Bist du krank, dann hast du nämlich mehr Möglichkeiten, als trotzdem zu arbeiten oder dir Aufträge durch die Lappen gehen zu lassen. Du kannst dich nämlich durchaus ein paar Tage auskurieren und dann mit neuer Motivation und gesund alles aufarbeiten. Diese Motivation hast du natürlich nur, wenn du dir die paar Tage Ruhe gönnst. Natürlich hast du danach ein paar Tage, wo du doppelt oder vielleicht sogar dreimal so viel Arbeit hast. Wichtiger ist aber, dass du rechtzeitig auf deinen Körper hörst und ihm die Pausen gibst, die er braucht. Auch der Urlaub ist wichtig, damit du gedanklich mal wieder richtig abschalten kannst.

Wirklich schlimm wird es nämlich nur dann, wenn du nicht auf deinen Körper hörst, arbeitest bist du ausgebrannt bist und dann gleich Wochen oder Monate brauchst, um wieder motiviert und konzentriert an die Arbeit zu gehen. Und schließlich soll die Arbeit ja auch Spaß machen, das ist doch der Sinn einer Selbstständigkeit. Spätestens wenn du merkst, dass der Job den du doch so sehr liebst, keinen Spaß mehr macht, sondern nur noch anstrengend ist – GÖNN DIR EINE AUSZEIT!

Ich musste mir in den letzten Wochen auch eine Auzeit gönnen. Meine Schreibjobs habe ich nach wie vor gemacht und nebenbei mache ich auch gerade zwei Kurse, aber hier auf dem Blog ist es ziemlich ruhig geworden. Zu Beiträgen zwingen wollte ich mich aber nicht, denn ich liebe es zu Bloggen und würde nie zulassen, dass aus dieser Leidenschaft ein Zwang, ein Muss wird.
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Also – hör auf deinen Körper und dein Herz und gönn dir die Pausen, die du brauchst, damit du weiter motiviert an die Arbeit gehen kannst.

© Foto via Unsplash by Paul Hanaoka

Hab einen schönen Start in die Woche!

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