Let’s talk about: Blogger vs. Influencer

Alleine in dieser Woche habe ich in drei verschiedenen Facebook Gruppen die Frage gelesen, was denn Blogger nun von Influencern unterscheidet. Was sich bei den zahlreichen Antworten herauslesen lässt ist zum Einen, dass viele Blogger Influencer nicht ernst nehmen und zum Anderen, dass kaum jemand tatsächlich den Unterschied weiß.

„Blogger haben einen Blog und Influencer nutzen eher andere Plattformen“!
„Influencer stellen sich selbst in den Vordergrund. Blogger stellen ihre Texte in den Vordergrund“!

Das ist natürlich alles Quatsch. Dabei steht es auf Wikipedia doch so einfach beschrieben: „Als Influencer werden Personen bezeichnet, die aufgrund ihrer starken Präsenz und ihres hohen Ansehens in einem oder mehreren sozialen Netzwerken für Werbung und Vermarktung in Frage kommen“.

Es kann also jeder Blogger auch ein Influencer werden. Aber nicht jeder Influencer muss deshalb ein Blogger sein. Was dich also zum Influencer macht ist die Reichweite, oder dass du eine starke Meinung in einer kleineren Nische vertrittst. Wenn du als Blogger unzählige Seitenaufrufe und auch viele Follower auf den sozialen Netzwerken hast, dann bist du nicht „nur“ Blogger, sondern eben auch Influencer. Wenn du als Instagrammer nur 800 Follower hast und keine spezielle Zielgruppe ansprichst, dann bist du eben „nur“ jemand, der ein Profil auf Instagram hat, aber noch lange kein Influencer.

Auch, dass sich Influencer immer nur selbst in den Vordergrund stellen ist nicht ganz richtig. Es gibt schließlich auch Blogger, die bei ihren Beiträgen zig Fotos inkludiert haben und sich selbst auf jedem der Bilder selbst in Szene setzen. Einige davon nutzen zB. für Fashion Beiträge nicht mehr Text, als auf Facebook oder Instagram. Andererseits gibt es dann aber Instagrammer mit Followern im 6-stelligen Bereich, wo man das Gesicht des Influencers gar nicht kennt oder nur in allen 5 bis 10 Fotos zu sehen bekommt.

Was mich ein wenig geschockt hat, waren aber die negativen Worte von Bloggern über Influencer. Eindeutig konnte man herauslesen, dass jeder dieser kommendierenden Blogger mit solch einer negativen Meinung einen Instagram „Star“ vor Augen hat. Da wird die Arbeit des Anderen so heruntergespielt und schlecht gemacht. So etwas finde ich schon traurig, da gerade wir Blogger auch noch mit viel Gegenwind aus der Gesellschaft konfrontiert werden. Ich sage immer so: „Du musst nicht verstehen, warum jemand diesen oder jenen Beruf ausübt. Du musst noch nicht einmal den Sinn eines solchen Berufes verstehen. Aber du solltest es akzeptieren. Akzeptiere es als dass was es ist – ein „neuer“ Beruf“.

Auch ich verstehe nicht, warum alle so ein großes Interesse an einer völlig gefakten Welt haben und noch weniger, warum Bilder gut ankommen, wo jemand mit super gestylten Haaren in einer trockenen Badewanne mit einem Strauß Blumen sitzt. Aber ich akzeptiere es, denn es scheinen sich weder die unzähligen Follower, noch die Kooperationspartner daran zu stören. Insbesondere will ich aber auch gar nicht ausschließen, wie viel Aufwand dieses Foto gemacht hat und wie viele Bilder überhaupt gemacht werden mussten, bis dieses eine perfekte dabei war.

Wobei ich an dieser Stelle auch sagen möchte, dass ich dieses Wort einfach schrecklich finde – Influencer „Beeinflußer“. Das hat irgendwie so einen negativen Touch, als würden diese Leute andere manipulieren wollen. Viel schöner würde ich finden, wenn es mit Inspiration zu tun hätte. Denn jeder will doch lieber inspirieren, als beeinflussen, oder etwa nicht?


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Was ist deine Meinung zu diesem Thema? Bist du vielleicht sogar ein Blogger, Influencer oder Beides?
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Bin gespannt auf dein Kommentar!
Alles Liebe,
Tina

 

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