Zuckeralternativen Xylit und Erythrit*

Meine „30 Tage zuckerfrei Challenge“ ist ja nun schon seit einiger Zeit beendet, aber dennoch habe ich erst zwei Mal zu etwas süßem gegriffen. Ich habe eine Schnitte gegessen und muss euch aber vorher noch eine kleine Anekdote aus meinem Leben dazu erzählen.

Schnitten waren für mich immer so eine Art Soul Food. Das fand schon in der Kindheit seinen Ursprung, denn immer wenn mein Bruder und ich bei meiner Oma waren, haben wir ein Packerl Schnitten bekommen. Bei Oma war es immer lustig und sie war wohl die freundlichste Oma, die sich ein Mensch wünschen kann. Irgendwie hat sich dadurch aber scheinbar der Gedanke manifestiert – mit Schnitten geht es uns gut – „Alles ist freundlich und lustig“. Wir entwickelten uns also schon in der Kindheit zu wahren Schnitten-Tigern. Wir waren noch ganz klein, da sind mein Bruder und ich mal ausgebüchst und zu meiner Oma marschiert. Das haben wir schön durchgeplant. Ich habe mir mein Tom & Jerry Täschchen geschnappt und ein Packerl Schnitten als „Reiseproviant“ hinein getan. Mein Bruder ist etwas älter und wollte die Ration begutachten „Nimm lieber zwei. Für jeden Eine!“ lautete sein Kommando, also wurden zwei Päckchen Schnitten eingepackt. Ihr müsst euch vorstellen, wie zwei kleine Kinder, mein Bruder war ca. 8 und ich 5 Jahre alt, durch Wiens Straßen wandern. Für uns war das total witzig, meine Mama hat aber in der Zwischenzeit die schlimmsten Ängste ausgestanden, weil sie ja wirklich nicht wußte, wo wir sein könnten. Bis zu diesem Zeitpunkt waren wir ja auch immer brave Kinder und verlässlich (sofern man das bei Kindern behaupten kann). Sich davon zu schleichen, war in ein paar Sekunden geschehen, das hätte niemand bemerken können.

Wie auch immer, dass wir zu Wandertouren Schnitten als Proviant einpacken, dass ist uns bis heute geblieben.

Und dann kam meine „30 Tage zuckerfrei Challenge“, die meine Geschmacksnerven feinfühliger machte und so einiges ändern wird. Ich habe vor einigen Tagen also eine einzige Schnitte gegessen und meine erste Reaktion war „Was ist denen da passiert! Die schmecken ja ur komisch, penetrant süß und ehrlich gesagt ist da noch so ein unidentifizierbarer Geschmack dabei, nein, da muss ihnen in der Produktion irgendwas passiert sein“. Ich reiche das Schnittenpäckchen also weiter, damit mir die Anderen das bestätigen, aber alle waren sich einig „Passt eh, schmeckt wie immer!“. Es muss also daran gelegen haben, dass ich so lange Zuckerabstinent war. Alles klar, ich sehe das auf jeden Fall positiv, denn zu einer Nuss Nougat Creme, Keksen oder ähnlichem, brauche ich gar nicht erst zu greifen, wenn mir Schnitten schon zu penetrant schmecken.

Das nächste Mal, als ich zu Zucker griff, war es zu Xylit Xucker Kokos Weißolade, einer weißen Schokolade aus Xylit Zucker. Einer guten Alternative zum Industrie- und anderen Zuckern. Auch hier muss ich gestehen, dass mir ein halbes bis maximal ein Stück von dieser „Schokolade“ ins Porridge gerührt, völlig ausreicht.

Porridge

Zuckeralternativen Xylit und Erythrit! Vorteile und Verwendung!

Xylit ist im Grunde nichts neues, denn es wurde erstmals 1890 aus Buchenholzspänen isoliert. Obwohl Xylit eine gute Alternative ist, ist es auch heute noch vielen Menschen unbekannt. Im Prinzip ist Xylit ein natürlich vorkommender Zuckeralkohol, der im menschlichen Körper bzw. im Zuckerstoffwechsel gebildet wird. Da wären wir auch schon beim ersten Vorteil gegenüber synthetisch hergestelltem Süßstoff.

Ein weiterer Vorteil ist die Wirkung auf Karies. Während die meisten Zucker Karies fördern, beugt Xylit sogar gegen Karies vor. Manch einer empfiehlt sogar eine Xylit Mundspülung.

Xylit kann man zum süßen von Kaffee und Tee verwenden, aber auch zum kochen und backen. Dabei kann man die Mengenangaben vom üblichen Kristallzucker 1:1 übernehmen. Allerdings ist Vorsicht geboten, wenn ihr zuvor noch kein Xylit gegessen habt und sich euer Körper noch nicht daran gewöhnt hat. Eine hohe Menge an Xylit kann nämlich zu leichten Magen-Darmproblemen führen. Also lieber erst langsam daran gewöhnen. Des weiteren sollte man aufpassen, dass Hunde nichts Xylithaltiges erwischen, denn das könnte sogar tödliche Folgen für den Vierbeiner haben.

Erythrit kommt in natürlicher Form in Käse, manchen Obstsorten und Pistazien vor. Es enthält kaum Kalorien, hat nur einen geringen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel und ist daher vor allem für Diabetiker geeignet.

Erythrit würde ich jedem empfehlen, der seine Ernährung etwas gesünder gestalten oder abnehmen will und auf Zucker einfach nicht verzichten kann. Erythrit hat allerdings weniger Süße als Xylit oder Haushaltszucker. Es weist die selben Nachteile auf wie Xylit.

Meine persönliche Meinung zum Zucker und Zuckeralternativen!

Ich dachte nicht, dass eine Umgewöhnung so schnell funktioniert, aber ich komme mittlerweile geschätzt 80% zuckerfrei aus. Die restlichen 20% bestehen vorwiegend aus Obst (Fructose) und mit einem minimalen Anteil aus Xylit oder Erythrit. Auch wenn diese Beiden gesunde Alternativen sind, brauche ich sie nicht wirklich, da ich mich in den 30 Tagen meiner Challenge schon ziemlich umgewöhnt habe. Nur damit mir das Porridge nicht langweilig wird, werde ich in Zukunft alle paar Tage mal ein halbes oder ganzes Stück Kokos-Weißolade oder Xalty Xaramel Xukkolade unterrühren.

Mir wurden von Xucker * freundlicherweise einige Xylit und Erythrit Produkte zur Verfügung gestellt. Ich werde euch demnächst ein paar Frühstücksrezepte damit zeigen und auch auf meiner Instagram Seite werdet ihr hin und wieder ein paar Rezepte damit sehen 😉

Würdet ihr auf Zuckeralternativen umsteigen?

No Comments

  • Sehr interessant! Aber ganz ohne industriellen Zucker geht es mittlerweile ja nicht. Selbst in Brot ist oft noch industrieller Zucker verarbeitet. Wozu überhaupt? Da gab es im Fernsehen mal ne super Reportage/Experiment zu.

    Aber sehr coole Challenge von dir.

  • Kim sagt:

    Wow, ich finde es wahnsinnig beeindruckend wie gut du alles durchziehst! Ich denke, ich muss mich auch wieder ein bisschen mehr um meine Ernährung kümmern. Habe seit meinem Fuß alles ein bisschen schleifen lassen!

    Liebe Grüße,
    Kiamisu

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