Wo siehst du dich in fünf Jahren?

Oh wie habe ich diese Frage gehasst. Jedes Mal wenn sie mir bei einem Vorstellungsgespräch gestellt wurde habe ich insgeheim mit den Augen gerollt und mich gefragt was dass für eine dumme Frage ist. Mir war nie klar welche Antwort die Firmen gerne hören würden. Wollten sie die Antwort „Ich sehe mich als zufriedene Angestellte in dieser Firma“?

Niemals hätte ich so etwas gesagt, vor allem deshalb nicht, weil es nie der Wahrheit entsprochen hätte. Ich war jahrelang ein sogenannter Jobhopper, habe befristete Stellen angenommen, damit sich nie die Gelegenheit ergibt mich bei der Arbeit zu langweilen. Ein Monat Urlaubsvertretung in einer Firma, danach sechs Monate befristet in der Nächsten. So ging es einige Jahre und es war für mich damals genau das Richtige. In dieser Zeit habe ich unheimlich viel dazu gelernt, auch vieles was mir in der Selbstständigkeit von Nutzen war.

Lange gehalten hat es mich also in keiner Firma. Mittlerweile weiß ich aber auch, dass so eine Antwort völliger Quatsch gewesen wäre und die Firmen so eine Antwort gar nicht anstreben. Viel eher geht es den Meisten bei dieser Frage darum, ob es Ziele gibt oder ob man jemand ist, der ziel- und planlos durchs Leben läuft. Ich hatte damals Ziele und jede Menge Träume, das Problem daran war nur, dass mir diese ziemlich unrealistisch vorkamen.

Mittlerweile habe ich einige dieser Ziele erreicht. Andere wiederum waren mit der Zeit einfach nicht mehr wichtig für mich. Wo siehst du dich in fünf Jahren? Tatsache ist, dass ich mir diese Frage selbst regelmäßig stelle und meine Ziele und Träume auch schriftlich festhalte.

Um deine Ziele erreichen zu können musst du auch bereit sein etwas dafür zu tun. Sich fortbilden, weiterentwickeln, offen für Neues sein und manchmal ist auch notwendig Geld und vor allem Zeit zu investieren.

Wo siehst du dich in fünf Jahren?
Welche großen und kleinen Ziele hast du?
Und wie sehen die Zwischenziele aus?

Stell dir diese Frage regelmäßig. Du wirst sehen, dass es auch hin und wieder passiert, dass sich deine Ziele und Träume verändern. Was dir heute noch so unglaublich wichtig erscheint, kann in einem Jahr schon völlig uninteressant sein. Oftmals ist es uns nicht bewusst, dass wir unsere Energie immer noch auf etwas lenken, dass uns schon lange nicht mehr begeistert. Einfach nur deshalb, weil wir es gewohnt sind oder weil wir uns an etwas klammern, dass wir irgendwann einmal erreichen wollten.

Die Ziele die immer noch aktuell sind kannst du weiterhin in Angriff nehmen. Deine Ziele kannst du Etappenweise erarbeiten. Kleine Zwischenziele setzen, dich belohnen wenn du diese erreicht hast und wenn es dir weiterhilft ein Erfolgstagebuch oder ein Vision Board zur Unterstützung verwenden. Was dir ein Erfolgstagebuch bringt oder was ein Vision Board ist, darüber erzähle ich dir im nächsten Jahr mehr.

In einem Vorstellungsgespräch kannst du einen guten Eindruck hinterlassen, wenn du eine Antwort auf diese Frage hast. Wichtig, dass du sie beantworten kannst, ist es aber „nur“ für dich!

Wenn du für das dankbar bist, was du schon hast und für das arbeitest, was du erreichen willst, dann steht dir nichts im Weg. Motiviere dich, lerne was erfolgreiche Menschen von weniger erfolgreichen unterscheidet, bilde dich in Workshops und Webinaren weiter, mach dir bewusst was du von Blendern und Posern lernen kannst und jedem anderen Menschen (jede Begegnung kann eine Lektion für das Leben sein) und sei nicht zu streng zu dir, wenn du auf deinem Weg auch einmal scheiterst.

Mach deine Träume wahr!

Wo siehst du dich in fünf Jahren?

©Photo by Andrew Neel on Unsplash

2 Comments

  • Marie sagt:

    Hallo Tina,

    toller Beitrag. Diese Fragen sind aber auch echt doof oder schon fast unangebracht. Denn wie du sagst, für manche sind die eigenen Träume eher unrealistisch, doch sollten sie immer realistisch sein? Manche Träume bleiben auch eher nur Träume, was aber kein Weltuntergang ist. Und ich denke, wie du, dass es eher um die Ziele geht. Ich habe jetzt auch entlich ein Ziel erreicht bzw. bin gerade dabei es zu erreichen. Es sollte immer Pö a pö weiter gehen und die Träume in Ziele umgesetzt werden. 🙂 Alles Gute dir weiterhin!

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