Was haben diese lustigen Geschichten mit Essen zu tun?

Alles was wir erleben, was wir hören, sehen, riechen, schmecken und fühlen ist irgendwo in unserem Gedächtnis abgespeichert. Darum erinnern wir uns auch bei bestimmten Geräuschen, Gerüchen oder Geschmäckern an frühere Erlebnisse.

Da heute Dienstag ist, gibt es wieder etwas zum Thema „Food“. Zur Abwechslung wird es allerdings kein Rezept von mir geben, sondern einige Anekdoten aus meinem Leben. Genauer gesagt werde ich euch etwas übers Essen in Verbindung mit Erinnerungen erzählen.

Anekdoten zum Thema EssenManner Schnitten und ein Ausflug den ich nie vergessen werde:

Manner Schnitten sind bei mir ein ganz besonderes Thema. Als Kind waren mein Bruder und ich wahre Fans dieser Süßigkeit und auch meine Oma hatte immer das ein oder andere Schnittchen für uns parat. Eines Tages, wir waren gerade mal 4 und 7 Jahre alt, kamen mein Bruder und ich auf die Idee unsere Oma zu besuchen. Mein Vater war allerdings arbeiten und auch meine Mutter hatte keine Zeit. Wir wollten aber unbedingt und haben deshalb einen Plan ausgeheckt. In mein kleines blaues Tom&Jerry Handtäschchen packte ich ein Päckchen Manner Schnitten. Mein Bruder hatte mir den Auftrag erteilt, mich um den Proviant zu kümmern. Nach kurzer Begutachtung und einem „Das ist zu wenig – Eines für jeden“-Kommentar, gab ich ein weiteres Packerl Schnitten in meine Tasche. Nun konnte es los gehen. In einem unbeobachteten Moment schlichen wir aus der Wohnung und wanderten durch den Bezirk zu meiner Oma. Meine Mutter war heilfroh, als sie Oma’s Anruf bekam und nun wusste wo wir waren. Das mit den Schnitten hat sich bis heute nicht geändert. Wenn ich mit meinem Bruder wandern gehe müssen immer zwei Packerl Schnitten mit – Eines für jeden! Leider lebt meine Oma schon lange nicht mehr, aber wenn wir Manner sehen, riechen, schmecken, dann denken wir auch immer an sie.

Urlaub am Meer und ein echt leckeres Schoko Croissant:

Egal ob Schoko Croissant, oder frischgepresster Orangen- und Grapefruitsaft. Wenn ich nur eines davon serviert bekomme fühle ich mich gleich wieder wie 18 und denke an den Sommer 2000, als ich mit meinen Freundinnen in Jesolo Urlaub gemacht habe. Dieses Frühstück gab es in dieser Urlaubswoche beinahe täglich für mich und noch heute fühle ich die Gelassenheit die ein Urlaub mit sich bringt und höre das Meeresrauschen dezent im Hintergrund.

Ein mürbes Kipferl mit Butter – so zelebrierte ich meine Urlaube in der Kindheit:

Bei einem mürben Kipferl mit etwas Butter muss ich hingegen immer an meine Ferien in der Steiermark denken. Meine Oma hat meinen Bruder und mich jedes Jahr für zwei Wochen nach Burgfeld mitgenommen. Sie hat uns so gut wie alle Freiheiten gelassen, solange wir auch nichts unverschämtes angestellt haben. Wir waren zwar nicht gerade die bravsten Kinder, aber unsere Oma hat da auch nie genauer nachgefragt. Sie hat uns vertraut und einfach machen lassen. Mürbes Kipferl mit Butter bedeutet für mich Freiheit, Vertrauen und echt lustige Urlaube.

Eine Pizza die mich mein ganzes Leben verfolgt:

Als ich so etwa 17 Jahre alt war ging ich nach der Schule immer mit Freundinnen in eine Pizzeria. Naja, zumindest bis an jenen Tag bei dem ein abgebissener Fingernagel auf der Pizza lag. Das sah so eklig aus, dass wir an jenem Tag zum letzten mal dort gegessen hatten. Wir suchten uns eine neue Pizzeria, die uns auch die nächsten vier Jahre noch als Stammlokal erhalten blieb. Auch heute esse ich noch liebend gerne Pizza, aber irgendwie denke ich jedes verdammte mal an diesen Fingernagel. Igitt!

Sushi – ohne rohen Fisch, dafür mit viel freundschaftlicher Liebe:

Ich esse eigentlich kein Sushi. Also zumindest keines mit rohem Fisch. Mir graut schon alleine vom Gedanken an rohen Fisch, aber ich hab es auch mal probiert und es schmeckte genauso wie ich es befürchtet hatte. Wenn ich mich mit meiner besten Freundin treffe, gehen wir allerdings immer asiatisch essen und in einem dieser Lokale esse ich auch das Sushi. Die haben Maki mit Haselnussfüllung und frittiertem Fisch. Mittlerweile fast 70km zwischen uns liegen, ein stressiger Hausbau und Full-Time Jobs machen es uns schwer uns regelmäßig zu sehen. Aber spätestens wenn ich irgendetwas über Sushi höre, sehe oder lese, dann weiß ich es ist Zeit um sie anzurufen und ein Treffen auszumachen.

 

Welche Erinnerungen habt ihr in Verbindung mit Essen? Es würde mich echt interessieren, deshalb würde es mich freuen, wenn ihr einige Kommentare da lasst und ein bisschen erzählt 😉

 

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