Was bedeutet Freiheit für dich?

Neulich bin ich in einem Forum auf eine interessante Frage gestoßen: „Was bedeutet Freiheit für dich?“.

Die meisten User haben geschrieben, dass sie nicht mehr an die Freiheit glauben und der Mensch in der heutigen Zeit auch nicht mehr frei sein kann. Unter anderem wurde dort geschrieben, dass es die Freiheit alleine schon deshalb nicht geben kann, da niemand machen kann was und wann er möchte und das schon mit dem Einkauf anfängt. Man kann noch nicht einmal einkaufen gehen wann man möchte, da die Geschäfte auch nur zu bestimmten Zeiten geöffnet haben.

Es wurde in diesem Forum sehr viel über dieses Thema diskutiert, was mein Interesse so sehr geweckt hat, dass ich auch in anderen Foren nach diesem Thema gesucht habe und im eigenen Bekanntenkreis diese Frage in den Raum stellte.

Ich finde diese Frage unheimlich wichtig da wir schließlich alle frei sein wollen. Sehr wohl bin ich mir aber darüber im Klaren, dass Freiheit, Frei sein, für jeden etwas anderes bedeutet und die Lebensumstände eine große Rolle dabei spielen.
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Was bedeutet FREI SEIN für mich?

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Freiheit bedeutet für mich nicht, dass ich immer tun und lassen kann was ich möchte. Erst recht nicht, dass ich shoppen gehen kann wann immer ich will (eigentlich kann man das aber Tag und Nacht, Kleidung online und die wichtigsten Lebensmittel im Notfall auf der Tankstelle). Es bedeutet auch nicht unabhängig von Regeln und Gesetzen zu leben.

Freiheit bedeutet für mich, dass ich mir nicht selbst noch Fesseln auferlege. Mir nicht ständig etwas verbiete, mich nicht von Komplexen und Selbstzweifeln auffressen lasse. Freiheit heißt für mich, dass ich meiner Kreativität und meinen Gefühlen freien Lauf lasse. Dass ich mir vielleicht Grenzen setze, aber nur um diese zu durchbrechen!

Frei sein bedeutet für mich loszulassen, im Hier und Jetzt zu leben und mich auf die schönen und positiven Dinge im Leben zu konzentrieren, anstatt zu grübeln, ständig Probleme zu wälzen und mich mit negativen Dingen und Menschen befasse.
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Kann ein Mensch wirklich frei sein?

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Ich bin mir ziemlich sicher, dass es auf dieser Welt, wenn überhaupt nur sehr wenige Menschen gibt, die wirklich frei und unabhängig sind. Frei sein und sich frei fühlen sind aber zwei verschiedene Paar Schuhe, denn nur weil man frei ist, muss man sich noch lange nicht so fühlen. Genauso verhält es sich umgekehrt. Nur weil jemand von 8 bis 17 Uhr eine Arbeit ausübt und vorgeschrieben bekommt, was er wann zu tun hat, muss sich derjenige nicht „unfrei“ fühlen.

Es geht meiner Meinung nach nicht darum, ob ich zu 100% frei bin, sondern darum, ob ich die Zeit in der ich frei sein kann auch richtig nutze. Wenn wir uns ehrlich sind, die meisten Einschränkungen, machen wir uns doch selbst. „Das kann ich nicht“… „Das schaffe ich nicht…“!

Unser ganzes Denken grenzt uns ein. Wir sind es gewohnt Gefühle zu unterdrücken und uns alleine schon in Puncto Essen und Styling ständig etwas zu verbieten.

Es gibt keine Grenzen. Weder für Gedanken noch für Gefühle Es ist die Angst, die immer Grenzen setzt. Zitat von Ingmar Bergman
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Loslassen von Selbstzweifeln, Komplexen und eigenen Grenzen

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Die Bilder zum Beitrag habe ich ganz bewusst gewählt. Da diese ein ganz gutes Beispiel sind. Das letzte Mal, als ich einen Rock von dieser Länge, haha, sagen wir lieber Kürze, getragen habe, war in der Volksschule. Ab der Pubertät hatte ich eigentlich immer Komplexe. Ich hab mir, wie die meisten Frauen und sicherlich auch manche Männer, immer etwas gesucht, was mir nicht an mir passt. Mal war ich mir zu dünn, dann habe ich ein paar Kilo zugenommen und war mir gleich wieder zu dick und zu klein war ich mit meinen 1,64cm ohnehin. Bullshit! Das ist absoluter Durchschnitt!

Nun hatte ich die Möglichkeit bei 36 Grad eine lange Jeans zu tragen, zu schwitzen und meinen Kreislauf zu überlasten, was sich nicht gerade nach „frei sein“ anfühlt, oder aber ich Pfeife auf die Komplexe und ziehe einen Rock an. Ich entscheide mich für zweiteres! Und wisst ihr was? Am Strand war es so schön und entspannt, dass mir völlig egal war ob mir der Rock nun steht oder nicht.

Loslassen von allen einschränkenden Gedanken, von Komplexen, Selbstzweifel und unterdrückten Gefühlen. Das ist mein neues Motto und ich glaube, dass ist der erste Schritt zum frei sein und frei fühlen!

Shirt – NoName; Rock – Grain de Malice (ähnlicher hier); Espadrilles – Replay (diese würden auch dazu passen) ; Rucksack – Colloseum Fashion; Armband silber – Leonardo; Armband mit Fransenbommel – MeLovely* (hier) (kostenfreies PR Sample)

Wenn euch das Thema beschäftigt und euch der Beitrag gefallen hat, dann könnte euch auch „Die Suche nach dem ganz großen Glück“ und „Haben Erwachsene verlernt in die Wolken zu blicken“ interessieren.

Habt ihr euch auch schon einmal Gedanken darüber gemacht? Was bedeutet Freiheit, frei sein für euch? Ich freue mich auf eure Kommentare!

7 Comments

  • Mona sagt:

    Ich mag deine Gedanken zum Thema Freiheit, sehr schön geschrieben.
    Liebe Grüße, Mona

  • Nicole sagt:

    Hallo, erstmal zum Look und den Fotos…I like. Gefällt mir sehr gut…
    zum Thema Freiheit:
    Tja also das mit dem Einkaufen ist idiotisch, früher konnte man auch nicht immer und überall einkaufen, das lag auch schon daran, dass der Fußmarsch ins Geschäft a bissal länger war als heutzutag, wo man sich wie du schreibst, vorn PC knallen kann und gleich mal mit dem shoppen loslegen kann. Damals hatten die Leut auch ka Auto, konnten net vereisen etc. … und sie waren bzw. fühlten sich freier als wir. Sie waren oftmals glücklicher, auch wenn ihr Leben arbeitstechnisch sicher härter als das unsere war…
    Um aber zur heutigen Zeit zurückzukommen: Nein, kaum einer fühlt sich frei. Ständige Zwänge, Zeitdruck, Terminstress, gewisse Vorgaben wie man zu sein hat, sich kleiden soll, etc. vermitteln einem ständig das Gefühl unzulänglich zu sein…und da merkt man – Freiheit beginnt in jedem von uns, in unseren Köpfen nämlich…
    so ich lass das mal so stehen
    wünsch dir noch nen schönen Tag
    Liebe Grüße
    Nicole
    http://www.grazermadl.at

    • Tina sagt:

      Danke für dein Feedback 🙂
      Ob die Menschen damals glücklicher waren, traue ich mich nicht zu behaupten, aber sie hatten eindeutig nicht die Zeit um ständig übers glücklich oder unglücklich sein nachzudenken. Zumindest habe ich das früher von meinen Großeltern so mitbekommen.

      Dein Statement „Freiheit beginnt in jedem von uns, in unseren Köpfen nämlich…“ finde ich sehr schön und das trifft es auch genau!

      LG, Tina

  • Das von Nelson Mandela empfinde ich als so war. Manchmal muss man auch Dinge machen, die einen eher weniger frei machen, um am Ende frei zu sein und anderen zur Freiheit verhelfen zu können. 😉
    Ich denke dabei v.a. an das Thema Ausbildung: Als Anwalt z.B. kann man anderen zur Freiheit verhelfen. Aber ist der Weg dahin so wirklich voller Freiheiten?

  • Sarah sagt:

    Wow ein super schöner Post mit tollen Gedanken und klasse Bildern! 🙂
    Freiheit ist für mich tatsächlich Reisen. Erst wenn ich durch die Welt reise, fühle ich mich so richtig frei.

    Liebst, Sarah von Belle Mélange

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