Walking – mit oder ohne Stöcken

Walking ist sozusagen schnelles Gehen. Also kein schlendern und spazieren, sondern ein sanftes Ausdauertraining für Anfänger. Ich bevorzuge Nordic Walking, bei dem auch die Stöcke zum Einsatz kommen.

Durch den Einsatz der Stöcke wird die Rücken-, Schulter- und Armmuskulatur besser beansprucht. Allgemein ist Walking gut um die Beine, insbesondere die Waden zu trainieren. Vor allem Menschen mit Gelenksproblemen oder Trainingsanfänger sollten besser mit dem Walken, als mit dem Joggen beginnen.

Nordic Walking

Beim Nordic Walking kommt noch hinzu, dass die Wirbelsäule gekräftigt und entlastet wird. Obwohl hier mehr als 80 Prozent der Muskeln aktiv werden, hat diese Sportart einen eher faden Ruf.

„Das machen nur Leute die zu faul sind zum Joggen“
„Die ziehen ja alle nur die Stöcke hinterher“
„Mit Stock spazieren gehen, kann ich wenn ich alt bin“

Diese und viele andere Aussagen habe ich schon über das Nordic Walking gehört. Dabei kann man hier wirklich seine Gedanken ziehen lassen, abschalten und dabei etwas Gutes für seinen Körper tun. Allerdings kann man auch bei diesem Training viele Fehler machen. Fehlhaltung, falschen Umgang mit den Stöcken, schlechte Ausrüstung…

Nordic Walking Stöcke

Um diese Fehler zu vermeiden habe ich ein paar Tipps für euch:

1.) Eine gerade Haltung einnehmen! Brust raus, Schultern eher nach unten und zurückziehen. Bauch hinein, Brust hinaus. Kopf in gerader Verlängerung des Rückens gehalten.

2.) Der linke Stock sollte den Boden dann berühren, wenn die rechte Ferse auf dem Boden auftritt. Die Arme sollten auf keinen Fall lasch nach unten hängen, sondern mit Schwung aktiv die Stöcke einsetzen.

3.) Die Länge der Stöcke: Am besten rechnet ihr eure Körpergröße (in cm) x 0,66. Für mich wären das Stöcke in einer Länge von ca. 108cm. Viele Stöcke sind in der Höhe verstellbar. Sollten sie das nicht sein, würde ich eher Stöcke empfehlen die etwas kürzer sind, als zu lang.

4.) Man kann entweder auf normale Laufschuhe zurückgreifen, oder auf Turnschuhe die im Fersenbereich etwas abgerundeter sind. Wichtig sollten sein, ein guter Halt im Schuh und ein angenehmes abrollen.

5.) Um ein eintöniges Training und Langeweile zu vermeiden könnt ihr beim Gehen die Hände abwechselnd öffnen und schließen, Tempo und Strecke ändern oder mit anderen Sportarten abwechseln.

Solange es die Zeit erlaubt, gehe ich lieber Walken bzw. Nordic Walken. Joggen gehe ich dann, wenn ich einmal nicht so viel Zeit habe. Während mir beim Joggen eine dreiviertel Stunde ausreicht, rechne ich für Walking ca. 1,5 Stunden ein. Natürlich kann das jeder so lange machen wie er es für richtig hält, aber um dabei so richtig abschalten und die Gedanken schweifen lassen zu können, sollten es zumindest 45 Minuten sein. Ich versuche jede halbe Stunde etwas schneller zu werden und dann mein neues Tempo zu halten. Größtenteils gehe ich Nordic Walken. Ohne Stöcke gehe ich nur dann, wenn ich auf einer unbekannten Strecke gehe von der ich aber weiß, dass es hier sehr unterschiedliche Wege, wie z.B. enge Waldwege oder Felsenstrecken gibt.

Stöcke Nordic Walking

Vergesst beim Training auf jeden Fall eines nicht – TRINKEN!!! Viel Wasser trinken ist immer wichtig, aber gerade jetzt, wenn schon langsam die Sommertemperaturen einsetzen, ist es gleich noch wichtiger.

In einer Stunde Nordic Walking werden zwischen 350 und 460 Kalorien verbraucht. Abhängig von Tempo, Alter, Gewicht und Körpergröße.

Momentan sind Walken/Nordic Walken, Joggen, Boxen, Zumba, Hula, diverse Fitnessübungen, Faszientraining und Yoga mein Sportprogramm. Darum werdet ihr hier genau darüber wohl in nächster Zeit mehr lesen 🙂

9 Comments

  • Marina sagt:

    Ich sollte auch wieder meine Stöcke hervornehmen, danke für deine Motivation!
    Liebe Grüße
    Marina von Art and Bling

  • kati sagt:

    ich muss gestehen, ich habe bis jetzt auch nicht sehr viel vom walken gehalten, was aber auch vielleicht daran liegt, dass ich schon so manche „Walker“ beim Spaziergang mit dem Hund überholt habe.. von diesen Einzelfällen kommt wohl auch der schlechte Ruf. Deshalb finde ich deinen Post super und auch informativ, bis jetzt dachte ich immer, die Stöcke sollen das Laufen bloß erleichtern und dienen nicht der sportlichen Unterstützung 🙂
    Wow du machst wirklich viel an verschiedenen Sportaktivitäten, bin gespannt auf die nächsten Posts dazu 🙂 Ich kann ein bisschen Motivation nämlich grade gut gebrauchen 🙂
    liebste Grüße, kati <3
    http://www.katiys.com

    • Tina sagt:

      Danke Kati, für dein nettes Feedback. Ich werd mich bemühen, dass die nächsten Beiträge ebenfalls sehr informativ sind 😉

      LG, Tina

  • Mara sagt:

    Ich hab Nordic Walking in der Schule im Turnunterricht immer sehr gern gemacht! Hab auch sogar 2 Paar Stöcke zuhause, aber alleine möchte ich dann doch nicht gehn. (Sportmuffel) :/
    Toll dass du so viele verschiedene Sportarten machst, freue mich auf weitere Anregungen 🙂

    Liebe Grüße, Mara
    http://missmarablog.blogspot.co.at/

    • Tina sagt:

      Ich gehe auch lieber in Begleitung, habe mich aber mittlerweile auch schon daran gewöhnt alleine walken zu gehen. Mein Tagesablauf lässt sich oft nicht mit der Freizeit meiner Freunde oder Familie vereinbaren. Da bleibt mir halt nichts anderes übrig 😉

  • Tabea sagt:

    Nordic Walking haben wir im Sportunterricht in der Schule mal gemacht… dabei haben wir auch gelernt, dass man die Stöcke aktiv einsetzen muss. Allerdings durften wir auch feststellen, wie schlecht die Schule ausgestattet ist: Selbst für uns Elftklässer waren damals nicht genügen kurze Stücke vorhanden… wie sieht das da erst in den unteren Jahrgängen aus?

    Auf die weiteren Sportbeiträge freue ich mich schon, denn mein Sportprogramm besteht momentan aus Joggen, Ergometer und Übungen mit meinem Körpergewicht.
    Liebe Grüße

    • Tina sagt:

      Das klingt ja schonmal besser als meine Schule. Das ist zwar schon eine Zeit lang her, aber wir hatten grundsätzlich nur Volleyball und Völkerball. Wahrscheinlich konnte sich die Schule außer Bällen nichts leisten 🙂 🙂 🙂

  • Karin sagt:

    Walking ist nichts für mich, aber die „Die ziehen ja alle nur die Stöcke hinterher“ kann ich leider unterschreiben.
    Alle Walker die ich bei uns sehen gehen meistens zu Zweit, quatschen und ziehen die Stöcker hinterher.
    Nur diejenigen die alleine walken arbeiten mit schön viel Armeinsatz.
    LG

    Karin

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