Buchrezension: NOT SORRY – Vergeuden Sie ihr Leben nicht…/ Not Giving a F*ck von Sarah Knight

Erst vor ein paar Tagen habe ich angefangen das Buch „Not Sorry – Vergeuden Sie ihr Leben nicht mit Leuten und Dingen, auf die sie keine Lust haben“ zu lesen und konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Der Schreibstil von Sarah Knight ist so unterhaltsam, dass die Aussage die sie in ihrem Buch vermitteln will, beinahe zweitrangig wird.

„Nicht immer gleich ja zu sagen heißt, sich zu erlauben, auf Dinge zu scheißen.“

Es gibt sicherlich viele Menschen, die sich von der Fäkalsprache und allgemein von ihrem derb lässigen Schreibstil abschrecken lassen. Ehrlich gesagt ist das für mich kein Problem, denn das Wort „Shit“ gebrauche ich im Alltag öfter als mir lieb ist. Wenn ich sauer bin, dann murmle ich schon mal ein paar Kraftausdrücke vor mich hin.

Im Grunde ist dieser lässige Schreibstil, der mit Worten, wie zB. „Yeah!“ und „Seufz“ teilweise sogar an Comics erinnert, genau nach meinem Geschmack und ist gerade dass, was dieses Buch so unterhaltsam macht.

Mit diesem Buch wollte ich schließlich nicht intellektuell gefordert werden, sondern bei dem unberechenbaren April-Wetter, einfach auf der Couch lümmeln, mich unterhalten lassen und ein paar wertvolle Tipps bekommen, wie ich mich zukünftig vor Situationen drücken kann die mir keinen Spaß bereiten, ohne als Arschloch dazustehen.

Das ist nämlich die Quintessenz dieses Buches: Wie sage ich NEIN ohne Freunde zu vergraulen oder dumm dazustehen.

Es gibt so viele Menschen, insbesondere Frauen, die unter Erwartungsdruck leiden und nicht Nein sagen können, weil sie sonst ein schlechtes gewissen haben. Solche Situationen kenne ich auch, bei mir hält sich das allerdings in Grenzen.

Ich kann das Buch insofern empfehlen, weil es einfach die Lachmuskeln trainiert und mir der lässige Schreibstil sehr gut gefällt. Auch die Tipps will ich nicht hinunter spielen, denn für viele sind sie sicher hilfreich.

Es gibt aber auch Passagen im Buch, die mir nicht so gut gefallen. In etwa, die Babyparty einer Freundin zu verpassen! Wenn man wirklich nur mehr Dinge macht, die einem selbst Freude bereiten, ohne lediglich auch mal was zu tun, was man einfach anderen zu Liebe macht, dann wird man zur Spaßbremse. Nicht für Andere, aber für sich selbst.

Denn ich finde, wer zu oft nein sagt, der sagt doch auch irgendwie nein zum leben und zur Spontanität. Nein dazu, etwas neues zu probieren.

Wie oft habe ich mich in meinen 20ern zu Partys überreden lassen und bin eigentlich nur hin gegangen, weil meine Freundinnen mich überredet haben. Und zugegeben, manchmal waren die echt unnötig (Techno Musik und 0815 Chart-Songs, zu laut um sich unterhalten zu können…), aber manchmal waren die auch echt witzig und man hat zufällig alte Bekannte getroffen oder neue Menschen kennen gelernt. Manchmal gab es auch einen DJ der ein bisschen Grunge und Alternative Rock aufgelegt hat. Viele dieser Erinnerungen möchte ich nicht missen und ich denke es gibt für jeden von uns eine tolle Erinnerung, die wir nicht hätten, hätten wir uns nicht überreden lassen.

Irgendwo steht geschrieben (Achtung: Kein Zitat! Nur eine saloppe Wiedergabe) „Such dir Dinge die dir keinen Spaß machen und dann scheiß auf sie!“. „Erstellen Sie ein Ja-Budget – Finden Sie die Dinge in Ihrem Leben, auf die Sie keine Lust haben.“

Ich bin eher der Typ Mensch der sagen würde „Such dir Dinge die dir Spaß machen und dann mach sie auch!“ „Erstelle ein Ja-Budget – Such dir Abenteuer und Erlebnisse zu denen du Ja sagen möchtest“

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BESCHREIBUNG ULLSTEIN VERLAG:

Die Kunst, sich um weniger Dinge zu kümmern – und mehr davon zu haben!

Sind Sie gestresst und überarbeitet? Sind Sie enttäuscht vom Leben? Haben Sie es satt, allen zu gefallen, statt an sich selbst zu denken? Dann gilt auch für Sie: Sorry, but not sorry. Hören Sie auf, sich zu entschuldigen. Vergessen Sie die Meinung der anderen. Machen Sie sich frei von ungeliebten Verpflichtungen, Scham und Schuld. Beschäftigen Sie sich lieber mit Leuten und Dingen, die Sie glücklich machen. Ob Familiendramen, Winterspeck oder die Beförderung in einen (noch) öderen Job: Die Not-sorry-Methode von Sarah Knight hilft Ihnen dabei, Ihr Leben zu entrümpeln und auf Unwichtiges zu sch***en. Machen Sie sich frei – und gewinnen Sie mehr Zeit, Energie und Geld für alles, was Ihnen wirklich wichtig ist.

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FAZIT:

Wer zu allem Ja und Amen sagt, kann das mit diesem Buch vielleicht ändern. Zumindest findet ihr darin gute Tipps. Es gibt Übungen, Erklärungen und das Buch besticht mit der humorvollen Schreibe von Sarah Knight.

Im Buch „Not Sorry“ kommt es zu häufigen Wiederholungen, was nicht weiter stört und typisch für Ratgeber ist. Vielen Lesern sind diese gebetsmühlenartigen Wiederholungen ein Dorn im Auge, aber ich kann gut damit Leben, wenn diese auf so witzige Art niedergeschrieben wurden oder der Sinn dahinter passt.

Ich bin fest davon überzeugt, dass wir uns tatsächlich auch viel zu oft zu etwas zwingen müssen bzw. zwingen lassen und uns solche Momente auch die Energie rauben. Wer seine Energie mehr in Situationen und Menschen investieren will, die einem Freude bereiten, der weiß sich mit diesem Buch bestimmt etwas anzufangen.

Ullstein Verlag
ISBN-13 9783864930461

*Bei „Not Sorry“ handelt es sich um Rezensionsexemplar,
dass mir kostenfrei vom Ullstein Verlag zur Verfügung gestellt wurde.

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Habt ihr schon von diesem Buch gehört?

1 Comment

  • Mareike sagt:

    Vielen Dank für die Rezension. ich habe auch schon überlegt, es zu lesen. Lese jetzt aber statt dessen lieber noch zwei oder drei Artikel in deinem Blog. Denn ich glaube es bringt mich wirklich nicht weiter.

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