Poncho und Cape – Was ist eigentlich der Unterschied

Ich höre immer wieder die Frage aufkommen, wo denn eigentlich der Unterschied zwischen einem Poncho und einem Cape liegt. Auch in vielen Geschäften ist mir in letzter Zeit aufgefallen, dass Ponchos als Capes gekennzeichnet bzw. verkauft werden. Die Grenzen zwischen dieser beiden Trends sind recht verschwommen.

Poncho und Cape

Beide Kleidungsstücke gehören zu den Must Haves der nächsten Monate und obwohl sich diese beiden Trends sehr ähnlich sind, gibt es doch Unterschiede.

Das Cape

Das Cape ist eigentlich mehr oder weniger ein Umhang und ärmellos. Capes gibt es auch mit Kapuzen, welche oft abnehmbar sind. Ende der 60er bzw. Anfang der 70er Jahre waren Capes schon mal in Mode und wie bei jedem Trend gilt auch hier „Jeder Trend kommt irgendwann zurück“. Capes ohne Armschlitze, die einfach nur lässig über die Schultern gehangen werden, werden auch gerne kurzerhand zu XXL Schals umgemodelt.

Das „offene“ Cape (ohne Armschlitze und ohne Verschluss) eignet sich nicht nur als Ersatz von Mäntel und Jacken, sondern kann auch darüber getragen werden. Ein besonders sinnvoller Modetrend für alle Kälteempfindlichen.

Die Stoffe hierfür sind in der Norm recht kuschelig, angenehm und halten warm.

Bereits letztes Jahr konnte sich dieser Trend abzeichnen und meiner Meinung nach, wird das Cape eine längere Laufzeit haben, als viele andere Trends. Heute sind ganz besonders die lässigen Modelle in bunten Farben trendy. Mit ziemlicher Sicherheit wird das Cape aber auch im Winter 2016 noch Anklang finden, vielleicht aber in anderen Kombinationsmöglichkeiten, aus anderen Stoffen oder in anderen Farbtrends.

Mein derzeitiges Lieblingskleidungsstück ist ebenfalls ein Cape. Ohne Fransen, ohne Armschlitze und in schlichtem grau. Das lässt sich hervorragend zu meinem schicken beige farbigen Mantel und eleganten Stiefeletten kombinieren. Genauso ist es aber zu meinen bunten Skechers und einem lässigen Jeans-Look zu tragen. Selbst für einen längeren Spaziergang ist es perfekt. Einfach nur mal kurz in meine alten UGGs schlüpfen, Kapuzenpulli anziehen und das Cape darüber. Aber auch über Leder- und Jeansjacken getragen, sieht ein Cape fabelhaft aus.

Zusammenfassend:  Selbst die Definition für Capes hat sich im Laufe der Jahre sehr ausgeweitet. Ursprünglich nannte man nämlich nur Umhänge mit Armschlitzen, Capes. Damals waren diese auch mit mehr Form geschnitten. Während heute auch Wolldecken ähnliche Umhänge als Cape durchgehen. Das Cape ist also ein Umhang der lässig über die Schultern geworfen wird und oftmals Armschlitze besitzt. Das ist auch der größte Unterschied zum Poncho.

Der Poncho

Dieser hat keine Armschlitze, sondern nur einen Schlitz für den Kopf. Er ist also beinahe so anzuziehen wie ein T-Shirt, nur ohne Ärmel. Es handelt sich beim Poncho also eher um ein rechteckiges Wolltuch bzw. einen gestrickten Überwurf, der lediglich eine Öffnung für den Kopf aufweist. Ursprünglich kommt der Poncho aus Südamerika und traditionell war dieser immer vorne geschlossen, ohne Ärmeln und nur mit einer Öffnung für den Kopf.

Besonders Figur formend wirkt dieses Klediungsstück allerdings nicht. Deshalb ist der Poncho leider nur für sehr wenige Figurtypen optimal.

Meine persönliche Meinung

Das Cape ist etwas Figur freundlicher und passt demnach auch zu den meisten Figurtypen. Beides, sowohl Cape als auch Poncho tragen optisch ein wenig auf. Beim „offenen“ Cape (also ohne Armschlitz und auch ohne Verschluss) kommt es allerdings auf die Kombi an, ob es dennoch tragbar für die jeweiligen Figurtypen ist. Ich bin mit 1,64 ja nicht besonders groß und bin doch so einiges vom Idealgewicht entfernt – ein Poncho lässt mich nur noch kleiner und kräftiger aussehen.

Im Cape hingegen fühle ich mich pudelwohl und finde auch, dass es sich viel einfach kombinieren lässt.

Nicht nur die Definition dieser beiden Trends verschwimmt. Immer öfter werden auch Kimonos und Cardigans als Cape oder Poncho verkauft. Es werden sich bestimmt auch einige Leute finden, die meine Beschreibung der beiden Trendteile anzweifeln. Eigentlich ist es doch auch egal, Hauptsache es gefällt 😉


Ich habe vor vielen Jahren eine Ausbildung zur Farb-Stilberaterin gemacht und auch einige Zeit in diesem Beruf gearbeitet. Meine Frage an euch ist nun, ob euch Beiträge, wie Farbberatung (Farbtypen) und eventuell Stilberatung (Figurtypen, etc…) interessieren würden?

 

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