Lesestoff: Das warme Licht des Morgens

Das warme Licht des Morgens – ein wahnsinnig schöner Titel und der Grund weshalb ich beim Droemer Knaur Verlag um ein Rezensionsexemplar anfragte.
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Worum geht es in „Das warme Licht des Morgens“?

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Wie die meisten Künstler lässt sich Levi (Schriftsteller & Poet) von seinen Beobachtungen inspirieren. Vom Licht, von den Farben, von der Mimik und Gestik seiner Mitmenschen. Bei einem Brand rettet der Schriftsteller ein Mädchen. Was ihn eigentlich zum Helden macht, lässt seine ganze Welt zusammenbrechen, denn bei dieser Heldentat verliert Levi sein Augenlicht.

Es musste sich für ihn anfühlen, als hätte man ihm die Luft zum Atmen genommen. Seine größte Inspirationsquelle für seine Leidenschaft, seinen Beruf war erloschen. Levi zieht sich danach immer mehr zurück und verfällt in Depressionen. Der einzige Mensch zu dem er wirklich Kontakt hat, ist seine Tochter Robin. Zunächst scheint es so als würde er sich aufgeben, bis zu dem Tag an dem er im Cafe Rea kennenlernt. Die beiden verbringen viel Zeit miteinander und Levi erkennt, dass er auch ohne sein Augenlicht Leben kann. Ja noch viel mehr als das, mit Reas Hilfe lernt er sein Leben wieder zu genießen und fängt sogar wieder an zu schreiben.

Doch auf einmal meldet sich Rea nicht mehr…


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Inhaltsangabe:

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Nach ihrem Debüt „Die Nacht der Zugvögel“ legt die Berliner Autorin Franziska Fischer mit „Das warme Licht des Morgens“ erneut einen berührenden und zutiefst poetischen Roman vor, in dem sie einfühlsam und mit viel psychologischem Feingefühl über das Leben nach einem schweren Schicksals-Schlag und über die heilende Kraft der Liebe schreibt. Das Licht, die Farben, der Ausdruck in den Augen Fremder – das sind die Zutaten, die Levi für seine Gedichte und Romane braucht. Doch als er bei einem Brand ein kleines Mädchen aus dem Feuer rettet und dabei sein Augenlicht verliert, bricht für den erblindeten Schriftsteller eine Welt zusammen. Nie wieder sehen bedeutet für ihn auch nie wieder die richtigen Worte finden. Verzweifelt zieht er sich immer mehr aus dem Leben zurück. Bis er eines Tages Rea kennenlernt, die neue Kellnerin in dem Café, in dem er immer Essen geht. Sie wird seine Vertraute, durch ihre Augen lernt er wieder sehen und mit ihren Händen schreiben. Auch sie hat mit einem großen Verlust zu kämpfen, der noch viel schwerer wiegt als seine Blindheit. Doch das verrät sie ihm nicht.
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Mein Fazit:

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Aufgrund des Titels habe ich einen leicht poetischen Schreibstil erwartet. Meine Erwartung wurde aber um einiges übertroffen. Franziska Fischer hat es geschafft eine ergreifende Geschichte mit einer gewissen Poetik und dennoch leserfreundlichen Schreibe zu erzählen. Das passt auch perfekt zur Geschichte, denn es geht um Levi, einen Schriftsteller und Gedichte-Schreiber.

Die Verzweiflung, die wieder gewonnene Hoffnung, einfach alle Emotionen und Charaktere kann Franziska Fischer so real beschreiben, dass man als Leser das Gefühl bekommt, mittendrin zu sein in dieser Geschichte.

Was auf den ersten Blick wie ein schreckliches Drama wirkt, stellt sich immer mehr als Hoffnungs-Lektüre heraus. Ich habe gehört, dass einige Aufgrund des Klappentextes mit einer typischen Love Story gerechnet haben, aber auch das ist nicht der Fall.

Ich kann das Buch jedem empfehlen. Rein wegen der Stimmung würde ich es aber eher an verregneten Tagen oder im kühler werdenden Herbst lesen.

 

*Es handelt sich hierbei um ein kostenfreies
Rezensionsexemplar des Droemer Knaur Verlags!

Verlag : Droemer Taschenbuch
ISBN: 9783426305478

 

Kennt ihr den Roman bereits oder ein anderes Buch von Franziska Fischer?

 

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