Raus aus dem Gedankenkarussell – „Ich muss nicht alles glauben, was ich denke“…

…so lautet der Buchtitel von Serge Marquis. Mit dem Untertitel: Das Grübeln beenden, gelassener leben. Ihr wisst ja mittlerweile, dass ich total auf so Lebensberater-Bücher stehe. Ganz besonders gefallen mir dabei die Ratgeber, die auch unterhaltsam geschrieben sind. Ich möchte also keine psychologischen Studien lesen, sondern unterhalten werden und dabei den ein oder anderen nützlichen Tipp erfahren. Dieses Buch habe ich innerhalb weniger Stunden vom Anfang bis zum Ende gelesen. Es ist nun kein dicker 500 Seiten Wälzer, sondern überzeugt mit 142 Seiten.

Dass einige Leser es als stellenweise langwierig und recht trocken beschreiben, kann ich in keinster Weise nachvollziehen. Viel mehr lasse ich mir da schon die Kritik mancher Leser einreden, denen die Beschreibung des Grüblerichs nicht gefallen hat. Ich fand allerdings auch dass sehr unterhaltsam. Dem Buch fehlt die Ernsthaftigkeit, aber warum muss denn immer alles so ernst sein?

Es wird auf humorige und spielerische Art beschrieben, wie man sein Grübeln abschalten bzw. ändern kann. Dafür gibt es auch die Übungen, die einem am Ende jedes Kapitels nahegelegt werden.

Wenn ihr euch eure Gedanken bewusst macht,
werdet ihr überrascht sein, was alles in eurem Inneren geschieht.
Und wenn ihr alles aufschreibt, was euch durch den Kopf geht,
werdet ihr noch überraschter sein.
Ihr werdet es nicht glauben.

– Zitat Osho

Ich muss nicht alles glauben,…

Klappentext:

Raus aus dem Gedankenkarussell

  • Warum muss ich mich immer um den Haushalt kümmern?
  • Kann der vor mir nicht mal aufs Gas treten?
  • Der Chef kann mich nicht leiden, deshalb gibt er dem Kollegen das Projekt und nicht mir!
  • Immer muss ICH in der Kneipe zahlen.

In jeder Minute unseres Tages schwirren uns solch lästige Gedanken im Kopf herum. Wir machen oft aus einer Mücke einen Elefanten – und uns selbst das Leben schwer. Dabei hilft es schon, einmal tief durchzuatmen und Gedanken als das zu erkennen, was sie sind.

Nämlich Gedanken und keine Tatsachen. Es liegt an uns, ob wir ihnen glauben. Mit ein paar einfachen Kniffen können wir uns das immer wieder vor Augen führen und so ein entspannteres und gelasseneres Leben führen.

Mein Fazit zum Buch:

Der Schreibstil von Serge Marquis macht es dem Leser einfach, das Buch in einem Zug durchzulesen. Ich finde es ist sehr amüsant geschrieben und ich habe mich zumindest teilweise bereits in den ersten Seiten wieder erkannt. Es gab einige Kapitel die mir nicht gefallen haben. Jene Kapitel von denen ich mich unterhalten fühlte, waren aber in der Überzahl. Spannend finde ich auch einige Übungen, auf die ich gerne näher eingehen würde, aber damit viel zu viel aus dem Buch verraten würde.

Allein der Titel war für mich Grund genug, um mehr aus diesem Buch zu erfahren.

Es gibt auch viele Zitate im Buch. Eines davon ist von Alber Camus:

Die wahre Großzügigkeit der Zukunft
gegenüber besteht darin,
in der Gegenwart alles zu geben.

Dieses Zitat gefällt mir sehr gut und gewährt auch einen kleinen Einblick darin, was ihr von diesem Buch erwarten könnt.

Das Buch kann ich allen empfehlen, die sich häufig und gerne über Kleinigkeiten aufregen und manchmal das Gefühl haben, dass es immer nur sie trifft. Ein Buch für die typischen Grübler!

*Rezensionsexemplar
(wurde mir kostenfrei vom Kösel Verlag zur Verfügung gestellt)

Serge Marquis: Ich muss nicht alles glauben, was ich denke.
Kösel Verlag 2016
ISBN 978-3-466-34649-3

Gehärt ihr auch zu den Menschen, die sich immer wieder beim grübeln ertappen?

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