How To Be Parisian Wherever You Are

„How to be Parisian wherever you are“ so heißt das Buch von Caroline de Maigret, dass sie gemeinsam mit drei Freundinnen geschrieben hat. Es geht darin um die typische Pariserin, ihre Attitüde, ihren Modestil und den allgemeinen Pariser Lifestyle.

Die typische Pariserin ist nicht perfekt und steht zu ihren Lastern. Das Buch macht uns bewusst, dass wir, so kompliziert wir auch sein mögen, zu uns stehen sollen. Zu unseren Schwächen und unseren Stärken. Es gibt keinen perfekten Menschen. Wir machen uns das Leben nur schwerer, wenn wir Perfektion anstreben und uns für jeden Fehler, jede Schwäche selbst verteufeln. Ich finde, dass das eine sehr gute Botschaft ist.

Dennoch hat mich das Buch nicht ganz überzeugt. Es vermittelt einerseits gute Botschaften und setzt sich gegen Bücher durch, die permanente Glückseligkeit vorgaukeln. Ebenso setzt es sich gegen Ratgeber durch, die einem helfen ein besseres ICH zu werden. Im Buch wirst du keine Tipps finden, wie du zu deinem besseren ICH gelangst, sondern darauf hingewiesen, dass du einfach nur du selbst sein sollst. Nimm dich so an wie du bist und hab Spaß am Leben!

Andererseits habe ich mir bei „How to be Parisian…“ mehr als einmal gedacht, ich würde das Buch zuschlagen, im hintersten Teil meines Bücherregals verstecken und nie wieder einen Gedanken daran verschwenden. Nur um dann doch wieder vom nächsten Kapitel positiv überrascht zu werden.

Lesestoff I

Was ich an „How to be Parisian“ nicht gut finde:

Zum Beispiel wird in diesem Buch die typische Pariserin als äußerst uncharmant dargestellt und legt auch keinen großen Wert auf Manieren und freundliche Floskeln. Ob das tatsächlich so ist, kann Caroline de Maigret oder eine der anderen Autorinnen bestimmt besser beurteilen als ich, aber das wäre für mich keinesfalls erstrebenswert.

Die Pariserin ist ein wandelnder Widerspruch. Sie ist chaotisch und organisiert, sie ist stolz und voller Selbstzweifel, sie mag die Einfachheit des Seins und Spaß am Leben und macht sich das Leben doch schwerer, indem sie etliches vorgaukelt und jeder Restaurantbesuch zur insgeheimen Katastrophe wird.

So täuscht die Pariserin gerne vor, wie sie ihn glauben lässt, dass sie eine Affäre hat. Darüber gibt es ein eigenes Kapitel. Spätestens hier habe ich beschlossen das Buch nicht allzu ernst zu nehmen. In einem Kapitel wird erwähnt, welche Gedanken sich die Frauen machen, wenn sie im Restaurant die Karte lesen und etwas bestellen. Das fand ich beim Lesen schon so anstrengend. Warum soll ich Salat bestellen, wenn ich doch viel lieber etwas anderes essen möchte?!

Auch die Bilder fand ich teilweise schockierend! Gibt es wirklich Leute die es sexy und verführerisch finden, wenn sich Frauen ihre Kippen (Zigaretten) zwischen die Lippen klemmen. Das finde ich weder bei Frauen, noch bei Männern besonders attraktiv. James Dean war der Einzige, an dem das gut aussah, aber der hatte dabei auch immer ein Lächeln auf den Lippen.

Was ich an „How to be Parisian“ gut finde:

Die Einleitung fand ich ganz, denn so ein kleines bisschen fand ich mich darin wider. Ich habe auch sehr oft das Gefühl ein einziger Widerspruch zu sein. Bis auf die Tatsache, dass ich mir nicht die Mühe machen würde ein unangestrengtes Leben vorzutäuschen. Meine Art ist da eher direkt.

Die Rezepte sind interessant und natürlich auch die Modetipps. Die Kapitel „Humor“, „Das Lieblingsstück“, „Liebe deine Laster“ und „Vergiss nie woher du kommst“ sind lesenswert und unterhaltsam.

Mein Fazit:

Ich kann euch das Buch weder empfehlen noch nicht empfehlen. Aus jedem Buch nimmt man irgendetwas mit, egal ob ein gutes Rezept, einen Tipp oder auch nur die Tatsache das ein Buch zum Denken oder kreativ sein anregt. In diesem Fall waren da einige unterhaltsame Passagen und auch sehr gute Rezepte.

*Das Buch wurde mir kostenlos von Thalia zur Verfügung gestellt!

Habt ihr das Buch gelesen? Wie ist eure Meinung darüber?

No Comments

  • Mona sagt:

    Das Buch habe ich schon sehr lange und es wird ja auch nur zu gerne für Insta-Bilder wie zufällig neben die Kaffeetasse gelegt 🙂 Ich fand das Buch sehr nett, aber ich liebe auch einfach das Cover und die Illustrationen und den netten, nicht all zu schweren und ernst zu nehmenden Einblick ins französische Leben.
    Liebe Grüße, Mona

  • Gilda sagt:

    Das ist eine tolle Review. Ich finde es gut, dass du ganz ehrlich sagst, wie du es findest. Solche Bücher würde ich auch nicht lesen, denn ein „How to…“ sollte immer dazu verhelfen ein besserer Mensch zu sein, oder sich selbst zumindest besser zu fühlen.

    Danke für die Vorstellung!

    LG Gilda

  • Andrea sagt:

    Ich habe das Buch noch daheim liegen, aber noch nicht ganz gelesen – deine Review fand ich sehr aufschlussreich! Ich muss es unbedingt mal auslesen.

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