Promis, Serien und Filme 2014 (1)

2014 war ein ausgesprochen interessantes Jahr, es gab einige kleine Promi-Skandälchen bis hin zu handfesten Skandalen. Wir mussten uns von einer der beliebtesten Sitcoms, vielen Seriencharakteren und einem der ganz großen Hollywood-Stars verabschieden. Wir mussten Falschmeldungen ertragen und haben die, ich möchte schon fast sagen, mediale Hetze gegen Markus Lanz, Sylvie Meis und Helene Fischer mitbekommen. Der Promi-Junggeselle schlechthin, trat vor den Traualtar, es gab eine Beinahe-Prügelei auf Ibiza, jede Menge Gerüchte (oder Fakten, es wird sich 2015 zeigen), eine Ice Bucket Challenge, ein Selfie und Pizza bei den Oscars und einen polarisierenden und fulminanten Eurovision Song Contest Sieg für Österreich.

Jahresrückblick

2. März 2014:

Ellen DeGeneres moderiert die 86. Oscarverleihung. Lupita Nyong’o gewinnt den Oscar als beste Nebendarstellerin für ihre Rolle in 12 Years a Slave und ist die weibliche Newcomerin des Jahres. Bei der Oscarverleihung zeigt sich auch, dass die Schauspielerin entweder ein gutes Händchen für Styling oder eben ein gutes Händchen für den richtigen Stylisten hat. DeGeneres führt gut gelaunt durch den Abend und schafft es mit einem Selfie und einer Pizzabestellung alle bisherigen Moderationen in den Schatten zu stellen.

10. Mai 2014:

Kunstfigur Conchita Wurst tritt mit dem Song Rise Like a Phoenix für Österreich beim Eurovision Songcontest an. Da es sich bei Conchita Wurst eigentlich um den jungen Sänger Tom Neuwirth handelt, polarisiert und schockiert der Auftritt, macht die Welt aber empfänglicher für Toleranz. Jeder spricht davon und plötzlich wollen alle ach so tolerant sein. Ich freue mich für Conchita und sage an dieser Stelle „Danke, dass du uns als Gewinner aus diesem Songcontest hervorgehen lassen hast und wir den berühmten Wettbewerb nach langer Zeit endlich wieder in unserem Land austragen dürfen.“ Es hat mich aber schon ein bisschen gewurmt, dass so viele Menschen plötzlich auf tolerant machen, auch die, von denen ich persönlich weiß, dass sie permanent über übergewichtige schimpfen und ihnen jeder Bauhackler zu minder ist. Deshalb möchte ich an dieser Stelle auch nochmal kurz etwas zum Thema Toleranz sagen: Toleranz beginnt und endet nicht bei Homosexuellen! Man sollte jedem Menschen, ganz gleich ob homosexuell, egal welches Körpergewicht, egal welchen Berufsstand und ganz gleich welcher Herkunft, einfach jedem Menschen eine gewisse Toleranz, Akzeptanz und Respekt entgegen bringen. Als junger Mensch, vor allem zu Schulzeiten, ist man nicht immer nett zu einander, aber spätestens mit 25 weiß man es besser.

11. August 2014:

2014 gab es viele Falschmeldungen über den Tod von Bud Spencer und Macauley Culkin. Aber jene über Robin Williams erwies sich traurigerweise als wahr.

Es war eine Dienstag Nacht an der die schreckliche Nachricht wie ein Lauffeuer durch das Internet ging. Robin Williams, 63, ist tot. Der Schauspieler, der immer wieder gegen seine Alkohol- und Drogensucht kämpfen musste und unter Depressionen litt, hatte sich das Leben genommen.

Nicht nur Fans waren geschockt, sondern ganz Hollywood. Robin Williams galt als sehr freundlich, umgänglich und liebenswert. Ohne jegliche Star-Allüren. Was tatsächlich der Grund für seine Depressionen und Verzweiflung war, wir werden es nie wirklich wissen. Robin Williams hat es mit ins Grab genommen. Wie schlimm es ihm ergangen sein muss, ist nur schwer vorzustellen. Der Star hatte mit seinen Filmen Millionen Menschen zum nachdenken und noch mehr zum lachen gebracht. Wo nimmt ein Mensch die Stärke her, in seinem eigenen Leid andere Menschen zu unterhalten, ihnen das Leben leichter zu machen, ihnen Sonnenschein in grauen Stunden zu schenken?

Ich weiß noch ganz genau wie ich es erfahren hatte. Es war acht Uhr früh, machte mir gerade mein Frühstück, nahm mein Handy zur Hand und wollte meine Mails checken, aber dazu kam ich gar nicht erst, auch nicht zum frühstücken, denn als ich die GMX Seite öffnete, las ich schon die schrecklichen Schlagzeilen. Es waren zu viele, als das es sich um eine Falschmeldung gehandelt hätte.

Der Appetit ist mir sofort vergangen. Als Kind liebte ich seine Rolle des Peter Banning in „Hook“ und seine Performance in „Mrs. Doubtfire“. In „Jumanji“ spielte er mit Bonnie Hunt eines der harmonischsten Filmduos, sorgte für genügend Action und überzeugte, wie immer, auf ganzer Linie. In meinem absoluten Lieblingsfilm „Club der toten Dichter“ spielte er den besten Lehrer der Filmgeschichte. In „Good Will Hunting“ und „Patch Adams“ zeigte er sich von seiner ernsteren Seite und wurde für Ersteren sogar mit dem Oscar ausgezeichnet. In „One Hour Photo“ und „Insomnia“ durften sich Fans davon überzeugen, dass er auch in Thrillern gute Figur machte.

Nochmals die schönsten Beileidsbekundungen der Stars via Twitter und co.:

„Ein Tweet kann nicht mal ansatzweise die Größe von Robin Williams Herz, Seele und Talent beschreiben. Er gab jedem das Gefühl besonders und einzigartig zu sein. Obwohl er das Genie war. Er hat so viel Gutes für die Menschen getan. Er hat mich und so viele andere Menschen für lange Zeit zum Lachen gebracht.“ – Ben Stiller

„O Käpt’n! Mein Käpt’n! Steh‘ auf und hör den Schall. Steh‘ auf, dir gilt der Flaggenschuss, dir gilt das Jauchzen all.“ – Anna Kendrick (aus Club der toten Dichter)

„Bekanntermaßen gütig, vollständig witzig, ein Genie und eine sanftmütige Seele. Was für ein Verlust.“ – Michael J. Fox

Ich hoffe, er hat seinen Frieden gefunden und bin mir sicher, dass er nun die Engel zum Lachen bringt.

23. August 2014:

Angelina Jolie und Brad Pitt wagen den nächsten Schritt. Ihre Hochzeit findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit in Frankreich statt.

27. September 2014:

Der berühmteste Junggeselle, Hollywoodstar und Nespresso Werbegesicht George Clooney tritt endlich vor den Traualtar und heiratet die Juristin Amal Alamuddin. Best Buddy und Trauzeuge wird Matt Damon. Brad Pitt, der eigentlich dafür vorgesehen war, machte sich nichtmal die Mühe zur Hochzeit zu erscheinen.

13. Dezember:

Eine Ära geht zu Ende! Wetten, dass…? verabschiedet sich endgültig von den Bildschirmen. Markus Lanz hat sein Bestes gegeben. Der Moderator musste sich seit seiner ersten Sendung von den Medien fertig machen lassen. Jetzt ist endlich Schluss damit und Lanz darf endlich wieder entspannt die Zeitung aufschlagen. Ich finde es nicht fair, dass Lanz für den Untergang von Wetten, dass…? verantwortlich gemacht wird. Die Sendung hätte überarbeitet werden müssen, aber bis auf eine neues Bühnenbild, dass auch nicht sonderlich modern wirkte, hatte man die Show scheinbar schon aufgegeben und brauchte nur noch einen Sündenbock. Es hätte sich ja mal einer die Mühe machen können, das Konzept zu erneuern. Eine Show auf die Beine stellen, wie es Jimmy Fallon in Amerika tut, aufgewertet durch ein paar interessante Wetten.

Was außerdem 2014 in der Welt der Promis, des Fernsehens und des Kinos passiert ist, erfahrt ihr in Kürze im zweiten Teil!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.