Buchrezension – Die Blütensammlerin

Als ich um ein Rezensionsexemplar von „Die Blütensammlerin“ gebeten habe, wusste ich nicht was mich erwartet. Ehrlich gesagt habe ich mir ausnahmsweise ein Buch ausgesucht ohne mir vorab die Kurzfassung auf dem Einband durchzulesen. Mich hat alleine schon das bunte, liebevolle Cover und der Titel begeistert. Ich war eingestellt auf eine schöne und unterhaltsame Geschichte. Nicht mehr und nicht weniger.

Letztlich war es aber viel mehr als ein Buch, dass ich gemütlich auf meiner Couch gelesen habe. Es war wie ein kleiner Kurzurlaub in Maierhofen. Ich war mitten im Geschehen und habe zahlreiche interessante Charaktere kennengelernt. Aber worum geht es eigentlich in „Die Blütensammlerin“?

„Die Träume des Winters sind die Blumen des Frühlings …

Nach ihrer Trennung soll Christine entweder aus ihrem Haus ausziehen oder ihren Mann auszahlen. Wer aber gewährt einer Hausfrau Ende vierzig ein Darlehen oder stellt sie ein? Doch die Maierhofener Frauen halten zusammen und helfen Christine, ihr Haus in ein Bed & Breakfast umzuwandeln. Und sie wird Single-Wochenenden ausrichten, an denen man nicht nur das Landleben, sondern auch neue Menschen kennenlernt. Sogar Marketingexpertin Greta ist begeistert: Im Juni findet doch der große Kochwettbewerb statt – und wie wäre es, wenn Christine ein Team zusammenstellte, das daran teilnimmt? So könnte jeder Topf seinen Deckel finden …“

Christine hat ein Problem. Ihre Töchter sind erwachsen und flügge geworden und ihr Mann hat sie verlassen. Nachdem Sie sich jahrelang um den Haushalt und die Kinder gekümmert hat, steht sie nun alleine da. Ohne Job und ohne Familie, nur mit einem Ehemann der hin und wieder auftaucht um ihr das Leben schwer zu machen, ihr seine Affären unter die Nase reibt und Christine finanziell unter Druck setzt. Christine soll Herbert Geld zahlen oder ausziehen. Aber woher das Geld nehmen? Den einzigen Halt bekommt sie von ihren Freundinnen Magdalena, Therese und Greta. Diese hecken mit Christine einen Plan aus, um ihre Freundin vor dem Rausschmiss aus dem eigenen Heim zu bewahren.

Ein Neuanfang muss her! Die leer stehenden Zimmer in Christines Haus werden in B&B Zimmer umgewandelt. Im Zuge eines 1wöchigen Kochwettbewerbs quartieren sich bei Christine die ersten Gäste ein. Eine bunt gemischte Singletruppe. Die unterschiedlichsten Charaktere treffen aufeinander und lassen uns Leser an ihrem Leben teilnehmen. Christine hat endlich wieder eine Aufgabe, kommt zu Geld und lernt dabei neue Menschen kennen. Das Genießerdorf Maierhofen zieht jeden in seinen Bann.

Es ist die dritte Geschichte, die in dem Dörfchen Maierhofen spielt. Das erste Buch war Kräuter der Provinz, das zweite Buch heißt Das Weihnachtsdorf und der aktuelle Band ist die Blütensammlerin.

Ich kenne die zwei Vorgänger Romane nicht, deshalb finde ich die Rückblicke besonders interessant. Im Grunde ist das Buch aber so geschrieben, dass man als Neu-Einsteiger kein Problem damit hat, sich auf die Charaktere einzulassen.
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Mein persönliches Fazit „Die Blütensammlerin“:

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Im Buch geht es erst um Christines Lebensabschnitt, der sich sehr negativ gestaltet. Ein Noch-Ehemann, der Sie entweder um Geld oder ihr Zuhause bringen möchte und ihr die Affären unter die Nase reibt. Kinder die flügge geworden sind und ein Haus das einerseits viel zu groß ist um alleine darin zu leben, andererseits aber schließlich ihr zuhause ist, dass sie behalten möchte. Aus all den Selbstzweifeln, den Ängsten und der Einsamkeit entwickelt sich eine positive Reise. Ein Neuanfang, der Christine mehr gibt, als sie gedacht hätte.

Am Ende des Buches hat der Leser ein gutes Gefühl von Hoffnung und das man mit der richtigen Idee, Unterstützung und einer guten Umsetzung alles schaffen kann.

Leser bewerten das Buch ausschließlich positiv und meist mit 5 von 5 Sternen. Ich konnte nicht eine Rezension entdecken, in der das Buch mit weniger als 4 von 5 Sternen, bewertet wurde. Auch in der Spiegel-Bestsellerliste war das Buch 6 Wochen vertreten.

Es wundert mich nicht, dass die Geschichte aus Meierhofen so viele Fans hat. Ich für meinen Teil, möchte mehr von den Menschen aus dem Genießerdorf erfahren.

Was mir am Schreibstil der Autorin besonders gut gefällt ist, dass sie genau weiß, wie sie die Leser abholt, damit sie in die Geschichte eintauchen können. Es ist leicht, sich die Geschichte um Christine und das Bed & Breakfast bildlich vorzustellen. Was mir ebenfalls sehr gut gefällt, sind die Rezepte, die im Buch zu finden sind. Habt ihr schon einmal einen Roman gelesen in dem auch Rezepte standen oder ihr Tipps für das perfekte Erdbeer Buffet bekommt? Für mich ist das völlig neu und ich mag Dinge, die anders sind.

Ich komme nicht umhin, dass Buch ebenfalls mit 5 von 5 Sternen zu bewerten.

Die Blütensammlerin von Petra Durst-Benning
Taschenbuch, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-7341-0012-3
Erhältlich u.a. bei Thalia, Weltbild, Amazon
Blanvalet/ Verlagsgruppe Randomhouse
Preis ca. 10 Euro

*“Die Blütensammlerin“ wurde mir als Rezensionsexemplar kostenfrei
von der Verlagsgruppe Randomhouse zur Verfügung gestellt.

Habt ihr schon von diesem Buch gehört oder vielleicht sogar einen der drei Bände gelesen?

1 Comment

  • Ania K sagt:

    Hört sich nach einer unterhaltsamen und vor allem motivierenden Story an. Wenn man an sich glaub, dann kann man etwas schaffen und dass es nie zu spät ist einen Neuanfang zu machen!

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