Projekt: 7 Tage glutenfrei und Buchempfehlung: „Die Ernährungs Docs“

Gleich zu Beginn möchte ich gestehen, dass ich die sieben Tage nicht ganz durchgehalten habe, denn ich habe mir zweimal mein geliebtes Haferbrei-Frühstück gegönnt.

Ansonsten habe ich aber durchgehalten und bemerkt, dass ich im Alltag wirklich sehr viel glutenhaltiges esse. Mein Haferbrei-Frühstück Morgens, Abends meist Brot und ab und zu noch Weizenprodukte. Ich habe kein Problem mit der Verträglichkeit von Gluten, wollte aber wissen, ob sich irgendetwas ändert, wenn ich die Produkte weglasse. Mir ist es ja schließlich damals auch nicht schlecht gegangen mit meinem Zuckerkonsum und dennoch war mein Wohlfühl-Faktor kaum zu vergleichen, mit dem Zustand nach meiner 30 Tage zuckerfrei Challenge.

Während der sieben Tage glutenfrei wurden zum Frühstück Smoothies getrunken, auch mal mit Buttermilch oder Topfen/Quark mit Früchten, Nüssen und etwas Leinöl gegessen. Abends gab es Fisch und Huhn mit Gemüse oder Salat. Besonders gut war ein Eier-Joghurt-Salat mit Äpfeln und Zwiebeln (da kann man auch Fisch, Hühner- oder Putenfleisch dazugeben).

Einige Rezepte habe ich mir von den Ernährungs-Docs abgeschaut. Das ist eine TV-Sendung auf NDR. Ich schaue die Folgen allerdings auf YouTube bzw. auf der Online-Präsenz von NDR. Da ich nicht der Typ bin, der ständig am PC und Smartphone hängt, habe ich um ein Rezensionsexemplar des Buches beim ZS Verlag angefragt. Das Buch habe ich am Mittwoch erhalten und mittlerweile schon wieder ausgelesen und einige Rezepte nachgekocht.

Ich weiß das klingt jetzt etwas schräg, aber nach Prison Break ist dass die Serie die ich im Moment am öftesten gucke und deshalb habe ich das Buch auch geradezu verschlungen.

Worum geht es im Buch der Ernährungs-Docs!

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Klappentext:

Mehr als die Hälfte unserer Erkrankungen sind ernährungsbedingt. Es liegt auf der Hand, das Übel an der Wurzel zu packen, anstatt zur Pille zu greifen.“

Darin sind sich die Ernährungs-Docs Dr. med. Anne Fleck, Dr. med. Jörn Klasen und Dr. med. Matthias Riedl einig. In ihrem Buch zur gleichnamigen TV-Sendung verraten die Top-Mediziner, wie Sie selbst mit der richtigen Ernährung etwas für Ihre Gesundheit und gegen viele Krankheiten tun können. Denn mit den passenden Rezepten lassen sich nicht nur ernährungsbedingte Erkrankungen wie Diabetes Typ 2 oder Fettleber deutlich verbessern. Auch zum Beispiel bei Rheuma, Migräne oder Multipler Sklerose kann eine entsprechende Ernährung die konventionelle Medizin maßgeblich unterstützen. Und: Auch gesunde Menschen profitieren von bewusstem Essen, da sie damit vielen Krankheiten vorbeugen können.

+ Informativ und auf dem neuesten Stand der Forschung
Basiswissen zur gesunden Ernährung

+ Ausführliche Lebensmittellisten zu den jeweiligen Krankheiten:
Was gehört unbedingt auf Ihren Teller, was besser nicht?

+ Auf einen Blick: großer Rezeptteil mit mehr als 70 Rezepten
Plus Infos, welches Rezept für welche Krankheit geeignet ist

ZS Verlag, 192 Seiten, ISBN: 978-3-89883-661-6

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„Die Ernährungs-Docs“ – Mein persönliches Fazit

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Die Experten sind Dr. med. Matthias Riedl (Facharzt für Innere Medizin, Diabetologe, Ernährungsmediziner), Dr. med. Anne Fleck (Fachärztin für Innere Medizin, Rheumatologin, sowie Ernährungs- und Präventionsmedizinerin) und Dr. med. Jörn Klasen (Facharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Magen-, Darm- und Lebererkrankungen).

Im Buch findet ihr über 70 Rezepte zum Genießen. In den meisten „Gesundheits“-Büchern gibt es Rezepte die vielleicht für das Foto schön in Szene gesetzt wurden, aber nicht besonders gut schmecken. Das ist hier nicht der Fall. Die Rezepte sind lecker und bei jedem Rezept sind die Nährwerte, aber auch die Krankheiten bei denen dieses Gericht empfohlen wird, vermerkt. Immer mit einer kleinen Erklärung, warum die Zutaten bei welcher Krankheit empfohlen werden.

Es ist mir auch Neu, dass sich wirkliche Fachärzte mit dem Thema Ernährung so auseinandersetzen und sozusagen ganzheitlich beraten.

Wichtige Themen in diesem Buch sind auch die Hormone, der Stoffwechsel, Zucker und Eiweiß, die jeweils ein eigenes Kapitel erhalten haben. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der mit seinem Gewicht, Magenproblemen oder Stress zu kämpfen hat, aber auch jedem, der sich für gesunde Ernährung interessiert.

Auch bei Intoleranzen wird genauer auf die Zutatenliste eingegangen. Was darf man zB. bei Fructose-Intoleranz essen und was sollte man besser meiden.

Mitunter am Besten gefällt mir, dass die Rezepte mit kleinen Symbolen ergänzt wurden, die zu verstehen geben, ob ein Gericht für Veganer geeignet ist, ob es sich dabei um ein Blitzrezept handelt und ob es zum Mitnehmen geeignet ist.

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7 Tage glutenfrei
– Wie wirkt es sich aus?

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Auch wenn es sich bei meinem Projekt lediglich um 7 Tage gehandelt hat und ich sogar in dieser Zeit zwei Ausnahmen gemacht habe, ist mir doch so einiges aufgefallen. Der Bauch war bereits nach drei Tagen deutlich flacher und ich bin viel schneller satt. Außerdem habe ich mich auch etwas entspannter gefühlt. Alleine diese drei Veränderungen sind für mich Grund genug, auch in Zukunft weniger glutenhaltige Lebensmittel zu mir zu nehmen. Die nächsten Monate werde ich mich Hauptsächlich nach den Rezepten der Ernährungs-Docs ernähren und diese bei Bedarf etwas umwandeln.

⇒kostenfreies Rezensionsexemplar⇐

Habt ihr schon einmal ein Ernährungs-Projekt gestartet, bei dem ihr auf etwas spezielles, wie Zucker, Fleisch, Milchprodukte oder Gluten verzichten wolltet? Kennt ihr das Buch oder vielleicht die TV-Sendung?

8 Comments

  • Andrea sagt:

    Das würde ich auch gerne mal ausprobieren, hört sich interessant an!

    Liebst,
    Andrea

    http://www.andysparkles.de

  • Sarah sagt:

    Super interessanter Post! Für mich wär das nix, also höchstens für ein paar Tage 🙂

    Ich wünsche dir wundervolle Ostertage <3
    Liebst, Sarah von Belle Mélange
    belle-melange.com

  • Tamara sagt:

    Es gibt mittlerweile unglaublich viele Belege, dass eine Glutenfreie Ernährung bei Menschen die NICHT an Zöliakie leiden absolut keine Vorteile mit sich bringt, und mittlerweile gibt es viele Untersuchungen die auch einen Hinweis bieten, dass sich der Gesundheitszustand bei Gluten-NICHT-Unverträglichen sogar verschlechtert. So ein Projekt durchzuführen ist sicher interessant, aber wenn man sich besser oder gesünder fühlen möchte sollte man nicht auf eine „Diät“ Form zurückgreifen, dessen Produkte weniger Vitamine, Mineralstoffe und teilweise sogar mehr Zucker enthält, wenn man es nicht braucht.

    Was ich auch voll gut finde ist, dass sich Ärzte immer mehr mit Ernährung auseinander setzen, da kann ich dir nur zustimmen!

    Liebe Grüße,
    Tamara | brunettemanners.at

    • Tina sagt:

      Die Studien sind noch etwas umstritten. Ich teste immer alles selbst aus und meist nicht länger als sieben Tage, um mir selbst ein Bild zu machen. Natürlich ist es wichtig, dass man sich vorab informiert und ein paar Tipps von Experten holt. Ein dauerhafter Verzicht ist auch nicht das Ziel, sondern lediglich den Konsum einzuschränken und das ist, soweit ich das beurteilen kann für viele Menschen sinnvoll. Nicht nur für Menschen mit Glutenunverträglichkeit! Es handelt sich dabei auch nicht um eine Diät Form, sondern lediglich um einen Selbstversuch, mit dem Ziel meine eigene Ernährung zu optimieren. So wie ich mich in diesen 7 Tagen ernährt habe, bleiben Vitamine und Mineralstoffe nicht auf der Strecke, bei all dem Fisch und Gemüse, dazu noch etwas Obst, mageres Fleisch, Quinoa etc.

      LG, Tina

  • Sarina sagt:

    Das hört sich wirklich interessant an. Eine Freundin von mir verträgt kein Gluten und da wurde es mir das erste Mal bewusst, wie viel Gluten ich esse!
    LG,
    Sarina

  • Macaron sagt:

    Ich kenne die Sendung und finde sie sehr interessant. Doc Flecks Ratschläge insbesondere zu Ölen sollte man beherzigen, wenn einem eine gesunde Ernährung wichtig ist.

  • Mareike sagt:

    Ich habe letztes Jahr Whole 30 von Dallas und Melissa Hartwig probiert. Meine Neurodermitis war wirklich schlimm und ich habe die 30 Tage dann noch mal verlängert und im Endeffekt von Juli bis fast Weihnachten kein Gluten, Milchprodukte, Zucker oder Hülsenfrüchte gegessen. Das ist mir extrem gut bekommen. Danach habe ich langsam wieder angefangen was dazu zu nehmen und meinen Weg inzwischen gefunden.

    • Tina sagt:

      Ich glaube, ein geringerer Konsum von Gluten, Milchprodukten und Zucker wirkt sich auf jeden positiv aus.

      Auf jeden Fall danke ich dir, dass du das hier geschrieben hast, weil ich so ein Feedback immer sehr interessant finde.

      LG, Tina

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